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Nächste Etappe beim A3-Ausbau zwischen Solingen und Leverkusen

Autobahn 3 zwischen Solingen und Leverkusen : Nächste Etappe bei A 3-Sanierung startet

Tempo 40 in Richtung Köln soll bald Geschichte sein. Zudem wird an der Anschlussstelle Solingen gearbeitet. Voraussichtlich bis Ende September wird die Maßnahme dauern, bei der auf der gesamten Breite der A 3 mehr als 100 Bohrlöcher angebracht werden.

Autofahrer auch aus Wermelskirchen, die auf der Autobahn 3 unterwegs sind, müssen sich schon seit Wochen in noch mehr Geduld als sonst üben. Denn nachdem Anfang Juni im Bereich des Parkplatzes „Reusrather Heide“ bei Langenfeld im Zuge von Arbeiten an einer Gasleitung ein Teil des Seitenstreifens abgesackt ist, gilt auf dem Abschnitt zwischen Solingen und Leverkusen teilweise Tempo 40. Aber jetzt ist Abhilfe in Sicht, hat die zuständige Autobahn GmbH des Bundes in der vergangenen Woche doch mit den notwendigen Sanierungsarbeiten begonnen.

Voraussichtlich bis Ende September wird die Maßnahme dauern, bei der auf der gesamten Breite der A 3 mehr als 100 Bohrlöcher angebracht werden. Über diese Löcher soll ein spezielles Verfestigungsmaterial injiziert werden, das für eine Verstärkung des Untergrunds sowie eine Stabilisierung der Fahrbahn sorgt. Abschließend erfolgt die Sanierung der Decke.

  Am Parkplatz „Reusrather Heide“ der Autobahn 3 bei Langenfeld gilt zurzeit Tempo 40 bei zweispuriger Verkehrsführung. Ende September soll diese Einschränkung vorüber sein. 
Am Parkplatz „Reusrather Heide“ der Autobahn 3 bei Langenfeld gilt zurzeit Tempo 40 bei zweispuriger Verkehrsführung. Ende September soll diese Einschränkung vorüber sein.  Foto: Peter Meuter

Ein Sprecher der Autobahn GmbH warb noch einmal um Verständnis für die Arbeiten und für die damit einhergehenden Einschränkungen. „Es ist leider unumgänglich, die Höchstgeschwindigkeit in dem Bereich der Absenkung auf 40 km/h zu begrenzen“, sagte der Sprecher. Ansonsten drohten nämlich noch weit größere Schäden an der Fahrbahn der A 3, über die nach einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2017 im Abschnitt Solingen / Langenfeld pro Tag durchschnittlich mehr als 125.000 Fahrzeuge rollen.

   Bei Arbeiten für eine Gasleitung waren Anfang Juni Teile des Seitenstreifens am Parkplatz abgesunken. Es gab Hohlräume unter der Fahrbahn.
Bei Arbeiten für eine Gasleitung waren Anfang Juni Teile des Seitenstreifens am Parkplatz abgesunken. Es gab Hohlräume unter der Fahrbahn. Foto: RP/Uwe Miserius
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Tatsächlich gehört die A 3 in der Region damit zu den am stärksten frequentierten Autobahnen in ganz Deutschland. Weswegen die Autobahn GmbH nun ein weiteres Instrument nutzen will, mit dessen Hilfe die normalerweise zur Tagesordnung zählenden Staus wenigstens ein bisschen verkürzt werden könnten.

So wird im Zuge der bereits seit geraumer Zeit laufenden Grundsanierung der A 3 ab dieser Woche in Höhe der Anschlussstelle Solingen in Wiescheid eine sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlage installiert. Damit soll es künftig auch auf diesem Streckenabschnitt der Autobahn möglich sein, je nach Situation auf das aktuelle Verkehrsaufkommen reagieren zu können.

Dabei ist die Anlage weit mehr als jene Autobahn-Schilderbrücke, die die Autofahrer nach dem Ende der Arbeiten sehen werden. Denn in Wirklichkeit stehen die elektronischen Geschwindigkeitsvorgaben sowie anderen Verkehrszeichen auf der Schilderbrücke, an die sich die Verkehrsteilnehmer halten sollen, lediglich am Ende eines komplexen Prozesses, in den unterschiedliche Parameter einfließen und gewichtet werden.

Dafür werden an der Autobahn zusätzlich Kameras sowie Sensoren montiert, die Informationen zum Verkehrsgeschehen sammeln. Diese Informationen werden wiederum in eine Verkehrszentrale übertragen, von wo aus die dortigen Mitarbeiter der Autobahn GmbH nach Auswertung der Daten die Hinweise auf den zum System gehörenden Schilderbrücken eingeben.

„Die Verkehrsbeeinflussungsanlage ist ein Teil der A 3-Sanierung“, sagte der Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Rheinland. Um die Anlage zu errichten, steht den Verkehrsteilnehmern in der Nacht von Donnerstag, 5. August, auf Freitag, 6. August, in der Zeit zwischen 21 und 5 Uhr in Fahrtrichtung Oberhausen im Bereich der Anschlussstelle Solingen nur eine von drei Spuren zur Verfügung. Die Grundsanierung der A 3 erfolgt unabhängig von der geplanten Verbreiterung der Autobahn auf acht Spuren. Diese könnte in einigen Jahren starten.