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Nachwuchsmusiker geben Konzert in der Kattwinkelschen Fabrik.

Musikprojekt : Nachwuchssänger machen kein „Larifari“

Das Projekt vom Katt-Jugendbereich und der Musikschule fand einen vorläufigen Höhepunkt.

Wenn sich 24 Akteure aus zwei unterschiedlichen Bereichen im Sinne einer gemeinsamen Sache für ein Projekt zu einer homogenen Gruppe formieren und diese Idee an der Basis – sozusagen „von unten“ – entstand, kann in einer Kleinstadt wie Wermelskirchen von einer herausstechenden Aktion gesprochen werden. „Countdown to spring“ heißt das Projekt, an dem sich jugendliche Nachwuchsmusiker der Musikschule und des Jugendbereichs der Kattwinkelschen Fabrik, letzterer ist die „Brutstätte“ der Idee, beteiligen. Mit einem zweistündigen Konzert vor gut 130 Besuchern fand „Countdown to spring“ einen vorläufigen Höhepunkt.

Viele Coverversionen und einzelne Eigenkompositionen performten die Talente in unterschiedlichsten Besetzungen – mal als Duo, mal mit Keyboard- oder Gitarrenbegleitung, mal mit Unterstützung der beiden Musikschul-Bands „Custodian“ und „Rock hour“. Die „Brücke“ zwischen dem Katt-Jugendbereich unter der Leitung von Kolja Pfeiffer und der Musikschule baute die Musikerin Sihna Maagé – die Wermelskirchenerin arbeitet als Honorarkraft in der Katt und als Gesangslehrerin in der Musikschule. Sie begleitete viele Auftritte „ihrer“ Schützlinge am Keyboard. Zu den Schülern, die Sihna Maagé unter ihren Fittichen hat, zählt auch der jüngste Akteur im „Countdown to spring“-Bunde, Luca Nickel. Mit einer Weihnachtsmann-Mütze auf dem Kopf sang der 13-Jährige den Wham-Hit „Last Christmas“ und verkündete: „Ich möchte hier ein bißchen Weihnachtsstimmung hinein bringen.“ Kolja Pfeiffer, der durch das Programm führte, moderierte: „Der jüngste Sänger des heutigen Abends singt ein Lied, dass bekannt wurde, als ich so jung war wie er.“ Zu den bevorstehenden Festtagen passend ließ es auch die 15-jährige Anna Hainski zugehen. Sie sang „All I want for Christmas is you“.

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Die 16-jährige Joanna Kittsteiner, die ihre Freude am Gesang regelmäßig im Katt-Jugendbereich zur Geltung bringt, kündigte Kolja Pfeiffer mit den Worten „Das kann man gar nicht hoch genug schätzen“ an und lobte damit, dass die Nachwuchssängerin mit ihrem selbst komponierten Lied „Temptation“ auftrat. Den Verspieler der Musiker zu Beginn goutierte das Publikum mit wohlwollendem Applaus, Joanna meisterte den Patzer gelassen: „Das war natürlich geplant.“

Ebenfalls im Katt-Jugendbereich aktiv sind Fabian Stoßberg und Tom Schauerte, die mit mit zwei Hardcore-Songs die Ohren der Zuhöhrer „durchpusteten“ (Kolja Pfeiffer). „Wir beiden haben uns in der Katt kennengelernt und wollen irgendwann mit Gleichgesinnten eine Band gründen“, sagte Fabian Stoßberg im Gespräch mit unserer Zeitung. „Der Abend ist durch die Akteure so cool geworden“, freute sich Sihna Maagé nach dem Konzert. Und der Vater von Josefine Reinicke, Christian, lobte nicht nur den Auftritt seiner Tochter, sondern die gesamte Aktion: „Das ist toll, weil es nicht Larifari ist.“

Bis zum Frühling werden im Internet auf dem Youtube-Kanal „Countdown to spring“ nach und nach Musik-Videoclips von den Akteuren veröffentlicht – vier sind bereits zu sehen (www.youtube.com/channel/UCfqbHz1aSnQjrYqTG_tumrw).