MVZ Wermelskirchen: Frank Seidel ist neuer Leiter für Orthopädie und Unfallchirurgie

MVZ Wermelskirchen : Frank Seidel leitet jetzt das MVZ

Das medizinische Versorgungszentrum steht unter neuer ärztlicher Leitung: Dr. Frank Seidel wechselt von Krefeld nach Wermelskirchen. Er möchte seinen Patienten künftig insbesondere nicht-operative-Behandlungen näherbringen.

Erst die Hände, dann das Messer. Für Frank Seidel, den neuen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Praxis am Schwanen, steht eine Operation an letzter Stelle bei der Behandlung von Patienten, da diese für die Betroffenen immer ein kleines Risiko mit sich bringe.

Der gebürtige Frankfurter, der der Liebe wegen nach Solingen gezogen ist, hat zum 1. Juli in der Praxis am Schwanen, Sitz des medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), die Leitung übernommen. Frank Seidel wechselte von Krefeld, wo er zwei Jahre als Arzt tätig war, nach Wermelskirchen. Der 42-Jährige hat die Zusatzausbildungen der manuellen Medizin und Chiropraktik sowie Akupunktur. Zurzeit macht er außerdem eine Ausbildung zum Osteopathen, eine Behandlungsmethode, die er demnächst auch anbieten möchte.

Ihm ist es besonders wichtig, zuerst nicht-operative Behandlungsmethoden anzubieten. „Es gibt so viele Möglichkeiten, bevor man das Skalpell setzt. Warum soll man diese nicht erstmal versuchen?“, fragt Frank Seidel. Er betont aber auch, dass es selbstverständlich Fälle gibt, in der die Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit ist.

„Wir arbeiten mit dem Wermelskirchener Krankenhaus Hand in Hand und sehen uns als eine ambulante Behandlungseinheit“, sagt Frank Seidel. Notfallpatienten, die beispielsweise starke Rücken-, Bauch- oder Knieschmerzen haben, werden auch behandelt. Neben dem Krankenhaus sei die Praxis eine zweite Anlaufstelle.

„Mir liegt es besonders am Herzen, dass die Patienten gut über ihre Beschwerden beraten werden. Ich rede mit meinen Patienten und nehme mir die Zeit, dass sie genau wissen: Was habe ich? Und wie geht es weiter?“, sagt der Mediziner.

Bevor er nach Krefeld kam, wo er im Malteser Krankenhaus St. Josefshospital tätig war, ist er sieben Jahre lang nach Duisburg gependelt und hat auch dort in einer Orthopädischen Unfall-Chirurgischen-Klinik gearbeitet. „Ich habe zwar auch viele Operationen durchgeführt, aber zudem habe ich auch sehr gerne konservativ – also nicht-operativ – gearbeitet“, sagt Frank Seidel. Als in Krefeld ein MVZ eröffnet wurde, erhielt er das Angebot, die Leitung für einen bestimmten Zeitraum zu übernehmen. Er sagte zu und sammelte dort erste Erfahrungen als Leiter. Insgesamt hat der Facharzt acht Jahre operiert und kennt daher beide Seiten: die operative und die nicht-operative.

„Manuelle Therapie, Akupunktur, und Osteopathie machen mir wirklich Spaß, denn ich versuche, die Patienten möglichst lange von einer OP fern zu halten“, sagt Frank Seidel. Von Patienten habe er dafür sehr positive Resonanz erhalten. Das habe ihn in seiner Entscheidung, zum Leiter gewechselt zu haben, verstärkt.

Die Entscheidung, von Frankfurt nach Solingen umzuziehen, habe er nicht bereut: „Das Bergische gefällt mir sehr gut und ich bin froh, hier oben zu sein“, sagt Frank Seidel. Mit seiner Frau und seiner achtjährigen Tochter lebt er nun seit 2006 im Bergischen Land. Nicht nur die Mentalität der Menschen, sondern auch die Stadt und das Ländliche hat der Hesse sehr schnell ins Herz geschlossen. „Es ist ein wahnsinniger Kontrast. Die Menschen in Frankfurt sind viel verschlossener, und man kommt eher zufällig ins Gespräch, das aber auch gleich nach zwei Minuten beendet wird. Die Leute im Bergischen sind viel offener, und deshalb bin ich auch gerne hier“, sagt Frank Seidel.

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