Kampfmittelräumdienst wieder im Einsatz : Munitionsfund jetzt in Dhünn

Hinter der Feuerwache war alte Gewehrmunition verbuddelt worden. Jetzt ist eine Luftbildauswertung für die Fläche beantragt worden.

Und wieder rückte der Kampfmittelbeseitigungsdienst auf Wermelskirchener Gebiet an, diesmal in Dhünn, berichtet die Stadtverwaltung. Im Bereich hinter dem Feuerwehrgerätehaus wurde im Rahmen von Bauarbeiten alte Gewehrmunition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Für Baggerfahrer Maurizio Noto war es ein Schock, als er beim Ausbaggern in der Schaufel plötzlich Munition entdeckte. „Zuerst war ich mir nicht sicher, was sich zusätzlich zu der Erde in der Schaufel des Baggers befand. Aber dann war die zweite Schaufel voller Munition und das war natürlich erstmal ein großer Schreck. Kaum vorstellbar, was geschehen wäre, wenn ich mit der Schaufel die falsche Stelle erwischt hätte.“

 Baggerfahrer Maurizio Noto meldete den Munitionsfund.
Baggerfahrer Maurizio Noto meldete den Munitionsfund. Foto: Kellermann/Stadt Wermelskirchen

Dass die Patronen gezündet hätten, hält Stefan Höreth vom Kampfmittelräumdienst zwar für fast ausgeschlossen, „aber wir wollen ja auch kein Risiko eingehen.“ Vorsichtig buddelten er und sein Kollege Christoph Wasserberg deshalb in dem Bereich mit Hacken weiter, setzten für die Suche nach weiteren Patronen auch ein Minensuchgerät ein. Nach etwa zwei Stunden gaben sie Entwarnung und Baggerfahrer Maurizio Noto konnte seine Arbeit an der Stelle gefahrlos fortsetzen. Zwei gefüllte Eimer mit Gewehrmunition für ein kleineres Kaliber nahmen die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst gleich mit „in unsere Bunkeranlage in Köln, von dort wird die Munition dann in einen Zerlegebetrieb gebracht“, erklärt Höreth. „Wir haben auch großflächig nachbaggern lassen und es gab keine weiteren Funde“, sagt Daniel Steiner vom Ordnungsamt. „Trotzdem haben wir eine Luftbildauswertung für das Areal beantragt.“

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Hinter dem Feuerwehrgerätehaus in Dhünn verlegt die BEW aktuell Stromkabel neu.

Die Stadtverwaltung hat fälschlicherweise in ihrer Mitteilung von der Feuerwache Am Eickerberg gesprochen, wo die BEW aktiv ist. Das ist jetzt korrigiert.

(eb)