MSC Dhünn lädt zum Motorsport-Frühstücks in das Autohaus Hildebrandt ein.

Autoschau: Kaffee, Brötchen und Renn-Raritäten

Am kommenden Sonntag lädt der MSC Dhünn zur sechsten Auflage des Motorsport-Frühstücks in das Wermelskirchener Autohaus Hildebrandt. Zu sehen sind dort einige außergewöhnliche Fahrzeuge.

Diese feuerrote Rennmaschine ist beinahe so „platt“ wie die sprichwörtliche „Flunder“ und dürfte wie ein Brett auf dem Asphalt liegen: Der VW Scirocco aus den 1980er-Jahren, den der Wermelskirchener Kfz-Meister Bernd Blasberg mit viel Leidenschaft vom Serien-Straßenauto zum Rennwagen umgebaut hat, ist eine der Raritäten, die beim Motorsport-Frühstück am Sonntag, 13. Januar, ab 10 Uhr im Autohaus Hildebrandt an der Berliner Straße zu sehen ist. Dorthin lädt der Motorsportclub (MSC) Dhünn zur inzwischen sechsten Auflage der Veranstaltung ein – der Eintritt ist frei. „Es ist gewaltig, was da an Herzblut hineingeflossen ist“, richtet Bernd Hildebrandt, Eigentümer des gleichnamigen Autohauses, seinen Blick auf den Blasberg-Scirocco, der bereits in eine seiner Hallen steht: „In unserer Region herrscht eine ziemlich große Begeisterung für Motorsport.“ Alle, die „Benzin im Blut“ hätten, dürften am Sonntag zum Motorsport-Frühstück gerne kommen.

Einmal abseits von der Rennstrecke, an der kaum Zeit wäre, und außerhalb der intensiven Saison die Rennwagen präsentieren, den Zuschauern und Interessierten die Gelegenheit geben, mit den Fahrern und deren Autos auf Tuchfühlung zu gehen, sei das Ziel des Motorsport-Frühstücks, erläutert Gerhard „Gerry“ Diel vom MSC Dhünn: „Wir zeigen besondere Fahrzeuge und lassen uns immer etwas Neues einfallen. Nach den Feiertagen ist es ja für uns alle auch wieder Zeit, vor die Tür zu gehen.“

Neben dem Scirocco steht am Sonntag unter anderem ein Opel Astra TCR, von dem weltweit nur 25 Stück existieren. Der Tourenwagen auf Basis des Astra-K wird aktuell vom „Rennstall“ Theisen Motorsport eingesetzt, die beiden Fahrer Volker Strycek sowie Ralf Kraus sind Mitglieder des MSC Dhünn und werden am Sonntag vor Ort sein. Ebenfalls ein Hingucker: Das Mercedes 280 Coupé aus der W123-Baureihe des Wermelskircheners Meinhard Rittmeier. „Die Wagen dürfen aus der Nähe befühlt werden“, kündigt Diel an und lächelt: „Da kann jeder Interessierte mal ausprobieren, wie schwer es ist, sich in so ein Auto zu setzen und wieder hinaus zu kommen.“ Und Bernd Hildebrandt fügt hinzu: „Das ist schon Sport – ohne einen Meter gefahren zu sein.“

  • Wermelskirchen : Schönes Frühstück und Benzingespräche

An Simulatoren können die Besucher eine vorher ausgewählte Rennstrecke „erfahren“. Neu beim Motorsport-Frühstück ist eine Carrera-Bahn, die „Gerry“ Diel auf eine Holzplatte gebaut hat. „Jeder darf daran seine Lust am Wettbewerb ausleben – in diesem Fall im Maßstab 1:43. Wir werden dafür Preise als Anreiz ausloben“, beschreibt Diel die Idee. Wie es sich bei einem Frühstück gehöre, würden unter anderem Kaffee, Brötchen, Wurst und Käse die Besucher versorgen. „In der Halle des Autohauses sind wir unabhängig vom Wetter “, sagt Diel.

Entstanden ist die Idee zum Motorsport-Frühstück zwischen Weihnachten und Neujahr in 2013. Seither findet die Veranstaltung im Autohaus Hildebrandt statt. Diel: „Wir hatten bei den Vorgängerveranstaltungen bestimmt immer je zwischen 200 und 300 Besucher.“

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