Möbellager von "Willkommen in Wermelskirchen" schließt Ende Juni

Bedarf ist stark gesunken : Ende Juni schließt Möbellager der Flüchtlingshilfe endgültig

Der Möbel-Bedarf bei Flüchtlingen ist stark gesunken. Die Ehrenamtler-Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ hat deshalb den Mietvertrag für das Lager gekündigt.

Das Ende des Möbellagers ist besiegelt: „Wir haben zum 30. Juni den Mietvertrag gekündigt“, erklärte Brigitte Krips für die Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ auf Nachfrage. Im Augenblick seien die Ehrenamtlichen mit der Auflösung der Einrichtung beschäftigt. Noch stehen in dem Möbellager der ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiative letzte Möbelstücke.

Bereits Ende März hatte sich das Ende der Einrichtung angedeutet: Der Bedarf sei deutlich zurückgegangen, sagte Brigitte Krips damals. „Früher hatten wir acht bis zehn Erstausstattungen für geflüchtete Menschen im Monat“, erneuerte sie die Feststellung diese Woche. „Inzwischen sind es noch ein oder zwei.“ Hinzu komme, dass der ehrenamtliche Einsatz immer mehr als Selbstverständlichkeit wahrgenommen und die Freiwilligen oft über ihre Grenzen hinaus gefordert worden seien, hatte Cornelia Seng im März erklärt. Also hatte die Initiative nach Lösungen gesucht und mit verschiedenen Partnern und Unternehmen Gespräche geführt. „Aber es hat sich herausgestellt, dass es sehr kostspielig wäre, das Möbellager professionell weiterzuführen“, sagt Brigitte Krips. Eine Perspektive wurde nicht gefunden.

Dennoch will „Willkommen in Wermelskirchen“ das Thema Möbel nicht völlig aufgeben. „Denn die Bedarfe haben sich zwar verändert“, sagt Brigitte Krips, „aber es gibt erstens immer noch viele Menschen, die Möbel abgeben wollen und solche, die sie brauchen – auch wenn es weniger geworden sind.“ Und deswegen denken die Ehrenamtlichen nun über andere Möglichkeiten nach: Es sei denkbar, über die Internetseite der Initiative die Vermittlung aufrechtzuerhalten, sagt Krips, oder über Aushänge.

Vor dem Ende soll nun noch ein offizielles Dankeschön stehen. „Die Ehrenamtlichen haben sehr viel Zeit, Mühe und Engagement in das Möbellager gesteckt“, lobt Krips. Ihnen gelte das „Danke“ ebenso wie den Sponsoren, die die Initiative bei dieser Aufgabe unterstützt haben.

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