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Wermelskirchen: Mit nicht versichertem Auto gefahren - 800 Euro Strafe

Wermelskirchen : Mit nicht versichertem Auto gefahren - 800 Euro Strafe

Ein Kraftfahrzeug ohne Haftpflichtversicherung und dazu mit falschem Kennzeichen - das sollte einem beim Kauf des Fahrzeugs eigentlich auffallen. "Das ist mir nicht aufgefallen", behauptete eine 30-jährige Frau.

Sie war damit im Straßenverkehr gefahren. Jetzt musste sie sich wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz vor dem Amtsgericht verantworten.

"Ich brauchte dringend ein Auto, und eine Freundin hat mir das Auto besorgt. Sie hat auch das Geschäft abgewickelt. Ich habe ihr lediglich das Geld für den Autokauf gegeben. Ich habe mir die Papiere nicht angesehen. Erst später habe ich bemerkt, dass die Kennzeichen falsch waren", behauptete die Angeklagte in der Verhandlung vor dem Amtsgericht.

"Haben Sie die Papiere bekommen?", fragte der Richter. "Ja, aber ich habe die Kfz-Nummer nicht mit den Schildern am Auto verglichen", lautete die Antwort der Angeklagten. "Haben Sie bemerkt, dass der Fahrzeugschein entwertet war?" Die Angeklagte nickte. Und es sei ihr nicht der Gedanke gekommen, dass das Auto eventuell gestohlen war? Die Frau verneinte.

Es war das erste aktenkundige Vergehen der Frau. Der Staatsanwalt bewertete in seinem Antrag die falschen Kfz-Kennzeichen als Urkundenfälschung und das Fahren des nicht versicherten Autos als Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Er forderte bei einem maximal zu verhängenden Strafmaß von fünf Jahren Haft wegen Urkundenfälschung eine Geldstrafe von 800 Euro.

"Es tut mir leid", sagte die Frau im letzten Wort des Angeklagten vor der Urteilsverkündigung.

Der Richter am Amtsgericht schloss sich in seinem Urteil wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz dem vorgeschlagenen Strafmaß des Staatsanwaltes an. "Die Geldstrafe liegt im unteren Bereich", sagte er zur Angeklagten..

(bege)