Wermelskirchen: Mit Lochois in Tente ausgelassen gefeiert

Wermelskirchen: Mit Lochois in Tente ausgelassen gefeiert

Wermelskirchener Gesamtfeuerwehr blickt auf 40-jährige Partnerschaft mit der Feuerwehr Loches zurück. Regelmäßig finden gegenseitige Besuche statt. Auch inoffiziell. Zuletzt erst radelten zwei Dellmänner nach Loches.

Es begann mit fünf Wermelskirchener Feuerwehrleuten, die sich im Jahr 1978 erstmals auf den Weg zu ihren Kameraden in der Partnerstadt Loches machten - der Grundstein für einen lang anhaltenden Kontakt zwischen den Feuerwehren von Loches und Wermelskirchen wurde gelegt. Seit vier Jahrzehnten findet mittlerweile ein reger Austausch mit mindestens einem Besuch jährlich statt - immer im Wechsel reisen die Mitglieder der Feuerwehr Loches nach Wermelskirchen und umgekehrt. Am Wochenende war es wieder einmal soweit - und in diesem Jahr stand der Besuch der französischen Kameraden ganz im Zeichen des Jubiläums.

In Anlehnung an die allererste Visite der Feuerwehr Loches im Bergischen Land unternahm man gemeinsam Ausflüge, die auch damals auf dem Programm standen: Etwa zu den Wasserspielen im Altenberger Märchenwald, zum Hindenburgturm in Dabringhausen und zur Dhünn-Talsperre. Zusätzlich gab es einen offiziellen Empfang im Bürgerzentrum - ein Dank an die Feuerwehren beider Städte für die langjährige Pflege des Kontaktes. Abends wurde auf der Feuerwache in Tente an allen drei Besuchstagen kräftig gefeiert.

So auch am Samstag, als zusätzlich die bekannte Tanzgruppe "Noch Löher bei Kölle" mit einem Programm aus der "Rocky Horror Picture Show" für glänzende Unterhaltung sorgte.

"Wir haben das ganze Wochenende über Programm, aber der gesellige Teil ist für uns am schönsten", sagte Frederik Molitor, einer der Organisatoren des Austauschs auf Wermelskirchener Seite. Bereits seit dem Jahr 1987 beteiligt Molitor sich aktiv an der Erhaltung der Partnerschaft und fährt auch regelmäßig nach Frankreich. "Vom ersten Treffen ist heute leider niemand mehr dabei - aber einige Teilnehmer machen schon seit 1984 mit", erklärte Molitor.

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13 Feuerwehrleute aus Loches waren in diesem Jahr zugegen - aus Wermelskirchen nahmen Mitglieder aller Löschzüge an den Feierlichkeiten teil. Die französischen Gäste übernachteten derweil nicht in Hotels, sondern bei den Gastfamilien. "So bleibt alles in privatem Rahmen", erläuterte Molitor - und der Zusammenhalt zwischen den beiden Feuerwehren wird noch weiter gestärkt.

Auch abseits der jährlichen Besuche pflegen die Feuerwehrkameraden derweil den Kontakt. "Es gibt immer wieder Kurzbesuche aus verschiedenen Anlässen, etwa bei der großen Kirmes im Sommer oder wenn wieder einmal ein runder Geburtstag ansteht", erklärte Molitor. Viele dauerhafte Freundschaften haben sich so entwickelt. Frederik Molitor blickt stolz zurück: "Unser freundschaftliches Verhältnis ist über Jahre hinweg gewachsen", sagte der Organisator. Auch einige kuriose Geschichten haben sich im Laufe der Zeit ereignet: So fuhren etwa zwei Feuerwehrmänner aus Wermelskirchen einmal mit dem Fahrrad die gesamte Strecke bis nach Loches.

Wenn im nächsten Jahr wieder ein Besuch der Wermelskirchener Feuerwehr in der Partnerstadt ansteht, wird man wohl auf komfortablere Verkehrsmittel zurückgreifen: "2019 fahren wir mit Bussen runter nach Loches", kündigte Frederik Molitor an.

(oehl)
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