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Wermelskirchen: Mit 2,25 Promille gefahren - 1750 Euro Geldstrafe

Wermelskirchen : Mit 2,25 Promille gefahren - 1750 Euro Geldstrafe

Manchmal kommt es heftig im Leben. Diesen Eindruck machte ein 48-jähriger Mann vor dem Amtsgericht. Er war angeklagt, unter Alkoholeinfluss ein Auto im Straßenverkehr gefahren zu haben. Seine Blutalkoholkonzentration hatte 2,25 Promille betragen.

"Ein Zustand der Fahruntüchtigkeit", kommentierte der Staatsanwalt und nannte es "fahrlässige Trunkenheit im Straßenverkehr".

Der Angeklagte zeigte sich geständig. "Ich habe wegen eines Bandscheibenvorfalls meinen Job verloren, und jetzt ist auch noch ein Verwandter gestorben", sagte er. Das führe er nicht an als Entschuldigung für seine Tat, sondern es sei nur ein Erklärungsversuch. In seiner Familie sei es Tradition, beim Tode eines lieben Verwandten eine dreitägige Feier zu veranstalten, bei der heftig Alkohol getrunken werde. Man vermeide dabei das Weinen. Und zusätzlich zum Tode seines Verwandten sei jetzt auch noch der Verlust seines Arbeitsplatzes hinzugekommen.

"Eine Ausnahmesituation", warf sein Verteidiger ein. Der Angeklagte fuhr fort. Er habe sich quasi drei Tage im alkoholisierten Zustand befunden und gar nicht bewusst wahrgenommen, dass er getrunken hatte, als er sich ans Steuer seines Autos gesetzt habe, um nach Hause zu fahren.

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Gleichwohl sei er in Kenntnis seiner Trunkenheit losgefahren, betonte der Richter. Die Umstände rechtfertigten nicht die Trunkenheit am Steuer. Er wies darauf hin, dass der Angeklagte bereits einschlägig vorbestraft sei. "Ich bedauere meine Tat", sagte der Angeklagte.

Der Verteidiger bat darum, den schweren Schicksalsschlag als zugunsten des Angeklagten zu werten. Er sah eine Geldstrafe von 750 Euro als angemessen an und bat gleichzeitig um die Aushändigung des Führerscheins, da dieser bereits vor sechs Monaten eingezogen worden war.

Der Richter verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 1750 Euro und verhängte eine weitere viermonatige Führerscheinsperre. Er habe bei der Urteilsfindung berücksichtigen müssen, dass der Angeklagte bereits schon einmal wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verurteilt worden sei, sagte er.

(bege)