Wermelskirchen: Ministerium zur Debatte um Übernachtungen in den Kitas

Wermelskirchen: Ministerium zur Debatte um Übernachtungen in den Kitas

Es müssen nur geringe Vorgaben erfüllt werden, damit Pyjama-Partys unbürokratisch möglich bleiben, heißt es in einer Stellungnahme des NRW-Bauministeriums gegenüber unserer Redaktion. Das Ministerium reagiert damit auf die Debatte um Übernachtungen in Kindergärten.

Pressesprecher Robert Vornholt führt folgende fünf Punkte für eine sichere Übernachtung an: Ein Erwachsener muss im Übernachtungsraum sein. Es muss sichtbar angebrachte Verhaltensmaßregeln für den Ernstfall geben. Eine vom Stromnetz unabhängige Lichtquelle (Taschenlampe) muss vorhanden sein. Es muss einen ungehinderten Fluchtweg geben. Soll heißen: Schlafsäcke dürfen nicht den Weg nach draußen beschränken. Und es ist optimal, wenn die Feuerwehr über die Ausnahmesituation Bescheid weiß. Dann ist klar, wie im Ernstfall vorzugehen ist.

Vornholt zufolge ist der Erlass kein Vorstoß aus dem Ministerium, sondern die Wuppertaler Stadtverwaltung wünschte eine landeseinheitliche Regelung.

Vornholts Fazit: "Es geht auch einfach, wenn man es will". Letztlich seien aber die Kommunen verantwortlich. Diese wollten ermöglichen statt verhindern.

Da die Übernachtungen aber bekanntlich ein einmaliges und besonderes Ereignis zum Abschluss der Kindergartenzeit seien, dürfte die Erlaubnis in den meisten Kommunen wohl unproblematisch sein, lautet die Einschätzung des Ministeriums.

(chal)