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Meeresfische in der Wupper: Im Herbst zu warm, im Frühjahr zu kalt.

Trockener Sommer : Die Probleme kommen erst später

Solange die Wupper keine 20 Grad hat, fühlen sich die Fische darin wohl. Im Herbst und Frühjahr ist die verzögerte Wärmeaufnahme der Talsperre ihr Verhängnis.

Die 8000 Junglachse, die in der Wupper ausgesetzt wurden, fühlen sich wohl. Dank des Zulaufs aus der Talsperre führt die Wupper kühles Wasser, trotz des langen und heißen Sommers. Die Talsperre erwärmt sich nämlich nur langsam über den ganzen Sommer, erst im September wird sie ihre höchste Temperatur erreicht haben. Doch genau im Herbst wollen Forellen und Lachse aus dem Meer in die Flüsse wandern. Ist das Wasser zu warm, ist zu wenig Sauerstoff vorhanden und die Reise ist für die Tiere zu anstrengend.

Helmut Wuttke ist der Vorsitzende des Rheinischen Fischereiverbands und versucht den Wupperverband dazu zu bringen, einen Thermorüssel in der Talsperre einzusetzen. „Das Wasser aus der Talsperre hat selbst im Juli teilweise keine 12 Grad“, sagt er. Die Abgabe des kühlen Wassers vom Grund sei unnatürlich, noch schlimmer sei das Problem im Frühjahr, wenn die Wupper zu lange zu kalt bleibe. Fische, die ihre Reise den Fluss hinauf geschafft haben, können bei den niedrigen Temperaturen nicht laichen, sagt Wuttke. Ein Thermorüssel würde das Wasser aus unterschiedlich tiefen Schichten der Talsperre ansaugen und in der Mischung für eine ausgewogene Temperatur sorgen, wie es in der Großen Dhünn-Talsperre bereits der Fall ist.