Matinee 2019 in Wermelskirchen: Party pur im Bermuda-Dreieck

Kirmes und Krammarkt in Wermelskirchen : Party pur im „Bermuda-Dreieck“

Die heißen Temperaturen ließen die Besucher erst nach Mittag in die Innenstadt zur Matinee strömen.

Das eine oder andere Mineralwasser zwischen den Bieren war schon nötig: Matinée zur Herbstkirmes war geprägt von einer extremen Hitze. Fächer in allen Farben von Schwarz über Gelb bis Rot und Violett lagen bei den weiblichen Besuchern hoch im Kurs - wer die begehrten Wedel zum Spenden von einem Luftzug auf dem Krammarkt verkaufte, verdiente sich die sprichwörtliche „goldene Nase“. Der Publikumsandrang hielt sich um die frühe Mittagszeit herum in Grenzen, viele Besucher warteten augenscheinlich das Abklingen der hohe Temperaturen von über 30 Grad Celsius ab.

„Es ist schlicht zu heiß“, stellten die „Curry-Brüder“ Wim und Hardy Schwanke in ihrem Imbisswagen an der Ecke Schiller-/Kölner Straße fest: „Das merken wir auch in der Kasse.“ Obendrein würden sich die Besucher durch die vergrößerte Kirmes mehr verteilen: „Viele schaffen es gar nicht, während ihres Besuches die Kirmes mit Krammarkt komplett zu begehen.“

Hahn im Korb: Gemeinsam mit den jungen Frauen feiert dieser junge Mann auf der Eich Matinee. Foto: Meuter, Peter (pm)

Wenn auch nicht ohne Schweißtropfen auf der Stirn, gehörte Joakim „Joko“ Noack zu denjenigen, die in bester Feierlaune den hochsommerlichen Temperaturen trotzten. „Ich bin jetzt inzwischen zum dritten Mal bei Matinée. Im vergangenen Jahr war ich nicht da - ich erlebe gerade ein Dejá-Vu von vor zwei Jahren, als es auch so heiß war.“ Der 28-jährige Wuppertaler kam im Kreis einer zehnköpfigen Clique: „Meine Freundschaften nach Wermelskirchen haben sich durch CVJM-Freizeiten entwickelt.“ Er trinke zwischendurch ein Wasser, denn die Matinée-Herausforderung sei, den ganzen Tag durchzustehen. Zum ersten Mal beim Kirmes-Party-Spektakel zu Gast war Laura Herrenkind aus Anrath bei Willich, deren Freund aus Wermelskirchen stammt: „Das ist gigantisch, macht Spaß und ist im doppelten Sinne voll.“

Was da wohl in der Wassermelone drin ist? Bestimmt nichts ohne Alkohol. Den jungen Männern schmeckt’s jedenfalls. Foto: Viktor Marinov

Während am „Hot-Spot“ des Bermuda-Dreiecks zwischen „Balkan“, „Centrale“ und „Eich“ die Schlager- und Mallorca-Party-Hits aus den Lautsprechern schallten, setzte die Kattwinkelsche Fabrik wie gewohnt auf Live-Musik. Die Weindorf-Besucher, die das gemütliche Flair vorher genossen, flüchteten, als sich die Punk-Musiker von Rita Leen ab 13 Uhr „einspielten“. Schade ob solcher Planung!! „Rita Leen“ aus Wermelskirchen spielte in prallem Nachmittagssonnenschein auf und lockte so viele Punk-Fans auf den Platz, wie es während der diesjährigen Kirmes noch nicht der Fall war. Abends spielte  „Funky Flares“ auf der Open-Air-Bühne.

Kein Durchkommen mehr am frühen Nachmittag: Die Eich in  Höhe des Hotels „Zur Eich“ wurde zum Engpass. Foto: Viktor Marinov

Eine unerwartete Abkühlung verschaffte der Katt-Hausmeister Komljenovic „Komo“ Bäumer der feiernden Menge: Er hatte auf das Bühnendach einen Schlauch verlegt und besprühte während des „Rita Leen“-Konzerts das Publikum mit Wasser. Bistro Katt-Wirt Jens Koriandt sagte: „Gerade ist es brutal heiß, dafür haben wir es hier heute Abend angenehm schattig.“

Der Gewitterschauer  tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Party ging fröhlich weiter.

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