Wermelskirchen Mammutbaum reif fürs Guinessbuch?

Wermelskirchen · Hat der Wermelskirchener Mammutbaum, einer der höchsten Naturweihnachtsbäume Deutschlands, endlich die Chance, ins Guinessbuch der Rekorde zu kommen? Denn: Der bislang als höchster Baum Deutschlands bekannte Mammutbaum im badischen Zell am Harmersbach hat seine Spitze verloren – durch einen Blitzeinschlag.

Hat der Wermelskirchener Mammutbaum, einer der höchsten Naturweihnachtsbäume Deutschlands, endlich die Chance, ins Guinessbuch der Rekorde zu kommen? Denn: Der bislang als höchster Baum Deutschlands bekannte Mammutbaum im badischen Zell am Harmersbach hat seine Spitze verloren — durch einen Blitzeinschlag.

Der Mammutbaum (keine Kiefer!) an der Carl-Leverkus-Straße wurde 1870 von Rudolph Schumacher gepflanzt — damals folgte Schumacher einem Zeittrend, mit den neu entdeckten Riesenbäumen einen "Hauch der großen weiten Welt" nach Wermelskirchen zu holen. Inzwischen ist dieser Baum ein Naturdenkmal — und etwa 30 Meter hoch. Der wissenschaftliche Name: Sequoia gigantea.

Wilfried Büngen aus Höhrath hatte es unlängst nach Bieberach zu einem Wanderfreund verschlagen, wo das Gespräch auf den Mammutbaum kam. Da erfuhr er von dem Blitzeinschlag und machte sich gleich auf, den Rest dieses Baums zu fotografieren. Ludwig Börsig vom Zeller Hauptamt bestätigte die Information.

"Am 8. August 2011 hat völlig überraschend ein Blitz eingeschlagen. Es war überhaupt keine Gewitterstimmung. Es knallte einmal, dann brachen neun Meter von der Spitze unseres Mammutbaum ab." Alles sehr eigenartig, findet der Rathausmitarbeiter. So ist der Baum nunmehr nur noch etwa 26 Meter hoch. Damit dürfte die in 1986 erfolgte Eintragung ins Guinessbuch hinfällig sein.

Büngen findet, man sollte gerade in der Weihnachtszeit viel mehr mit diesem Mammutbaum werben — und vielleicht auch mal eine Tafel am Baum anbringen, um Touristen über dieses Naturdenkmal zu informieren. "So eine Tafel war auch in Zell angebracht. Wir werben einfach zu wenig mit unseren Vorzügen", findet er.

Inzwischen hat laut Börsig auch das Stadtmarketing Wermelskirchen Kontakt mit dem Zeller Rathaus aufgenommen. Denn erst 2010 hatten die Zeller eine neue LED-Kette für ihren Baum erworben — die werde nun nicht mehr benötigt. Ob die Kette nun bald im Wermelskirchener Baum weihnachtliches Licht spendet?

(RP/rl)
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