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Lösungssuche fürs Parken im Eifgen

Erstes Gespräch in Wermelskirchen : Lösungssuche fürs Parken im Eifgen

Die Kulturinitiative sagt die Veranstaltungen zu fünf Jahre Kultur im Haus Eifgen wegen der Corona-Lage ab. Mit dem Sport-Verein wurde jetzt erstmals auf Initiative von Michael Dierks ein Gespräch über die Parksituation geführt.

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht rund ums Haus Eifgen und das Eifgen-Stadion. Die schlechte: Die Kultur­initiave hat die fürs erste Februar-Wochenende geplanten Veranstaltungen zu fünf Jahre Kultur im Haus Eifgen abgesagt. Vorsitzender Michael Dierks: „Angesichts der Corona-Situation haben wir im Vorstand beschlossen, diese Veranstaltungen auf das 1. Mai-Wochenende zu verlegen.“ Die gute Nachricht: Erstmals hat ein Gespräch zwischen der Kulturinitiative und dem Sport-Verein 09/35 zur schwierigen Parksituation stattgefunden. Das Ergebnis: Ab sofort werden zu Beginn eines Jahres Gespräche über Großveranstaltungen geführt um zu klären, welche Termine kollidieren. Dann soll mit der Stadt über Lösungsmöglichkeiten gesprochen werden.

Die Situation im Eifgen ist seit Jahrzehnten bekannt – und angespannt: Es gibt zu wenige Parkplätze rund ums Eifgen-Stadion, wenn verschiedene Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden. Der Wanderparkplatz wird am Wochenende von Spaziergängern belegt, und seit das Haus Eifgen zu einem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Kulturveranstaltungsort geworden ist, kommen auch viele auswärtige Besucher. Dann wird‘s eng – vor allem bei Lokalderbys sowie Spielen in der Landesliga, wo viele Gastfans anreisen. Dass nun das Haus Eifgen donnerstags einen Musikclub seit Jahresbeginn veranstaltet, brachte den Nullneuner Lothar Weber nach der Berichterstattung der Redaktion auf die Palme.

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Er kritisierte in einer Zeitung die Kulturinitiative – man hätte diesen Musikclub auf einen Montag legen können. Weber warf Michael Dierks vor, dass er vorher mit dem Sport-Verein hätte sprechen müssen. Eigentlich hatte der Fußball-Abteilungsleiter des SV 09/35, Karl-Heinz Fleischer, im Herbst vorigen Jahres im BM-Gespräch erklärt, dass er auf die Verantwortlichen des Hauses Eifgen zugehen wollen, um eine Lösung beim Parkplatz-Problem zu finden. Das hat dieser laut Michael Dierks aber nicht getan. Dafür ergriff Dierks nun die Ini­tiative und lud Fleischer zu einem Grundsatzgespräch ein. Das hat nun stattgefunden.

Beide Seiten waren sich einig, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, dass es nördlich der Zufahrtsstraße um Haus Eifgen herum bis zum Wanderparkplatz einen Mangel an Stellflächen gebe. Die beste Lösung, zumindest für einheimische Fußballzuschauer und Konzertgäste, zu Fuß zu kommen, bezeichneten Dierks und Fleischer als illusorisch.

Der Sport-Verein und das Haus Eifgen vereinbarten, mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf jeweils rechtzeitig die Stadtverwaltung anzusprechen und um passende Lösungen zu bitten. Dabei geht es dann um Ausschilderungen, Ausweich-Parkplätze, Ordnungskräfte und Öffentlichkeitsarbeit. Michael Dierks im Gespräch mit der Redaktion: „Wir wollen uns grundsätzlich ab sofort am Anfang des Jahres zusammensetzen und über große Veranstaltungen sprechen, bei denen es Parkplatzkonflikte geben könnte.“ Danach soll dann mit der Stadt gesprochen werden, um dafür Lösungen zu finden oder Lösungen vorzuschlagen. „Es ist jetzt auf jeden Fall wichtig, die Stadt schnell einzubinden. Sie muss mit ins Boot.“

Für 2022 habe dieses Gespräch noch nicht stattgefunden. „Wir haben uns jetzt das erste Mal getroffen. Wir werden uns aber zeitnah noch einmal zusammensetzen und für dieses Jahr über die Parkplatz-Situation sprechen müssen“, kündigte Dierks an.

Wie der Vorsitzende gegenüber dieser Redaktion erklärte, fehle es überhaupt in Wermelskirchen an einer zentralen Ausschilderung. Auch darüber müsse man mit der Stadtverwaltung sprechen, damit sich Auswärtige besser orientieren könnten. Dabei dürften zur Ausschilderung an innerstädtischen Einfallstraßen die Parkplätze am Quellenbad (nur samstags und sonntags, jeweils ab 15 Uhr), an der Kattwinkelschen Fabrik (solange dort keine Veranstaltungen stattfinden), am Gymnasium (sobald schulfrei), die zentralen innerstädtischen öffentlichen Parkplätze, nach Rücksprache gegebenenfalls auch jene an der Waldschule sowie an den GW-Tennisplätzen in Frage kommen, heißt es in der Stellungnahme von Nullneun und Kulturinitiative.

Die Verantwortlichen beider Vereine bleiben in Kontakt auch bei kurzfristig auftauchenden Problemen, heißt es weiter. Der Sportverein wirkt auf seine Mannschaftssportler ein, dass die inzwischen mit Kfz-Kennzeichen gekennzeichneten Stellflächen unmittelbar vor Haus Eifgen sowie vis-à-vis Eingang Dönges-Stadion grundsätzlich frei bleiben. Desgleichen informiert Haus Eifgen seine Besucher über bestehende Parkmöglichkeiten. Dierks: „Wir machen das heute schon. Beim Ticketverkauf wird appelliert, Fahrgemeinschaften zu bilden sowie Fahrgemeinschaften zu suchen oder anzubieten.“ Diese elektronische Lösung sollte ausgebaut werden.

In dem Gespräch war man sich einig, dass dringend mit der Stadt über eine Veranstaltung im Juli 2023 gesprochen werden müsste: Der 150. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte. „Hier muss ein Grundsatzgespräch stattfinden“, so Dierks. Es müsse frühzeitig klar sein, welche Ausweich- und Ergänzungs-Stellflächen in Frage kommen.