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Wermelskirchen: Lichtblicke statt Sorgenfalten

Wermelskirchen : Lichtblicke statt Sorgenfalten

Die Personalsituation in der Kattwinkelschen Fabrik hat sich entspannt. Nun muss nur noch der Stadtrat grünes Licht für die Finanzierung der Kinderstadt 2012 geben. Für die Reparatur des Parkplatz-Lochs fehlt der Katt aber das Geld.

Ein Lichtblick für die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und gern von den Politikern als Vorzeigeobjekt hofierte Begegnungs- und Kulturstätte "Kattwinkelsche Fabrik": Die dramatische Personalsituation, die sich im Spätherbst abzeichnete, hat sich entspannt — die "Kontinuität ist gegeben", meinte gestern Betriebsleiterin Eva-Maria Ponsar. Projekte im Kinder- und Jugendbereich müssen nicht dem Rotstift zum Opfer fallen — auch das Kulturprogramm hält einige Überraschungen parat. Doch sorgenfrei ist Ponsar nicht: In der Katt-Einfahrt klafft ein großes Loch. Wie in ihrer Kasse. Das heißt: Ihr fehlt das Geld für die dringend notwendige Reparatur.

Die preiswerteste Lösung, die plötzlich aufgetretenen Hohlräume zu füllen, kostet 26 000 Euro. Doch das Geld hat die Katt nicht. Schließlich reißt der Ausbau der Berufsschulstraße ein großes Loch in ihr Budget. "Wir müssen aber da ran. Die Einbahnstraßen-Regelung darf keine Dauerlösung werden. Denn davon geht letztlich eine Gefahr für die Schüler aus", so Ponsar.

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"Kinderstadt" wartet auf den Rat

Das Highlight 2012, die Kinderstadt, ist geplant. Der Termin ist geblockt, aber die Verträge können erst mit Verabschiedung des Haushaltes unterzeichnet werden. "Gut wäre, wenn ich vorher schon grünes Licht bekäme", so die Katt-Chefin. Immerhin warten 160 Kinder in den Sommerferien auf ein tolles Programm. In der ersten Woche der Osterferien ist das Projekt "Kunstbewegung" für Kinder geplant, im Herbst, nachdem es 2011 ausgefallen ist, wieder ein Jugendprojekt.

Denn: Es gibt zwei "Neue" in der Katt: Christine Thomssen (Vollzeit) und Sarah Faubel (halbe Stelle). Anja Fries wird nicht zurückkehren — sie arbeitet ab 1. März bei der Caritas in Köln. Und Jessica Reppahn (früher Jung) ist für zwei Jahre in Mutterschaft — und zieht von Köln nach Siegen. Jan Marquardt hat die Leitung des Kinder- und Jugendbereichs übernommen; künftig soll stärker übergreifende Arbeit erfolgen. Der Sportbereich ist fast aufgegeben worden, da Jimmy Karpinski ins Sozialamt abgezogen wurde: Dort wurden Sprachkenntnisse in Polnisch und Russisch benötigt.

Ehl als Honorar-Kulturmanager

Längerfristig fällt Achim Stollberg aus. Damit stand die Arbeit des Kulturmanagers auf der Kippe. Die Katt ohne Kultur? Das ginge überhaupt nicht. Als Honorarkraft ist der Wermelskirchener Thomas Ehl eingesprungen. Als Autor und Regisseur kennt er die Szene, bereitet das Programm fürs zweite Halbjahr vor und plant schon für 2013. Außerdem hilft er bei der Durchführung von Veranstaltungen.

Die Katt-Leiterin ist schon voller Vorfreude. Denn Namen wie Hans Liberg, Anke Engelke, Piet Klocke und Bülent Ceylan oder Andreas Rebers stehen auf Ehls Liste. Diese Künstler waren noch nicht in der Katt. Ehl: "Wir haben bei ihnen angefragt. Vielleicht klappt es ja."

(RP/rl)