Landtagswahl 2022 in Wermelskirchen : 6541 Briefwahl-Unterlagen angefordert

Bei der anstehenden Landtagswahl fungiert Claudia Hennen-Mentenich Wahlbüroleiterin. Sie hat in Wermelskirchen bisher zwölf Wahlen organisiert. Ihre Nachfolgerin ist Caroline Czaja.

Im Wahlbüro der Stadt Wermelskirchen werden die letzten Vorbereitungen für die Landtagswahl am Sonntag, 15. Mai, getroffen. Und es scheint, als ob viele Bürger per Briefwahl abstimmen wollen: Aktuell haben von den 26.939 Wahlberechtigten in Wermelskirchen bereits 6541 Wähler ihre Briefwahlunterlagen beantragt. Bei der Landtagswahl 2017 sind es insgesamt 4620 Briefwähler gewesen.

Wichtig: Noch bis Freitag, 13. Mai, können bis 18 Uhr die Briefwahlunterlagen im Wahlbüro, das sich in diesem Jahr in den Räumlichkeiten des Bürgerbüros befindet, beantragt werden. Dort kann auf Wunsch auch schon vor Ort mit den Briefwahlunterlagen gewählt werden. „Der Wahlbrief kann direkt in eine Wahlurne eingeworfen werden, und die Wahl ist dann schon erledigt“, heißt es aus dem Wahlbüro. Ansonsten muss der Wahlbrief bis spätestens 18 Uhr am Wahlsonntag im Rathaus eingehen. Vor allem in der Woche vor der Wahl – also ab Montag, 9. Mai – rät das Wahlbüro dazu, die Briefwahlunterlagen eher persönlich und nicht postalisch zu beantragen.

Wer online, per E-Mail oder auf dem Postweg die Briefwahlunterlagen beantragt hatte und diese bis Freitag, 13. Mai, nicht erhalten hat, sollte sich bis spätestens Freitag um 18 Uhr im Wahlbüro melden. Der Grund: Nur bis Samstag, 14. Mai, um 12 Uhr können nicht erhaltene Unterlagen noch ersetzt werden. Weil dafür die alten Unterlagen für ungültig erklärt werden müssen, muss vom Wähler eine eigens dafür vorgesehene eidesstattliche Erklärung im Wahlbüro unterzeichnet werden.

Sollte jemand übrigens nachweislich am Wahlsonntag erkranken (darunter zählt zum Beispiel auch eine plötzliche Corona-Erkrankung), kann der Antrag für die Briefwahlunterlagen noch bis zum Wahltag um 15 Uhr gestellt werden. Hierzu ist dann ein entsprechendes ärztliches Attest oder – im Falle von Corona – eine Positiv-Testung einer offiziellen Teststelle vorzulegen.

Für die bisherige Wahlbüroleiterin Claudia Hennen-Mentenich werden diese Landtagswahlen im Übrigen besonders: Nach 13 Jahren im Wahlbüro wird sie zum letzten Mal eine Wahl bei der Stadt Wermelskirchen begleiten. Sie gibt den verantwortungsvollen Posten an Caroline Czaja aus dem Bürgerbüro ab.

„Nach insgesamt zwölf Wahlen – und darunter waren auch zwei mit einer Stichwahl wie im Jahr 2017, gebe ich nun gerne den Staffelstab an meine junge, dynamische Kollegin ab“, sagt Claudia Hennen-Mentenich. Als Wahlbüroleiterin hat sie drei Europawahlen, zwei Kommunalwahlen, alleinige Landrats- und Bürgermeisterwahlen mit jeweiligen Stichwahlen, drei Bundestagswahlen und drei Landtagswahlen in der Stadt organisiert und durchgeführt. „Es ist nun Zeit, mich auch mal anderen Aufgaben bei der Verwaltung zu widmen“, sagt sie.

Ganz ohne Wahlen kann Claudia Hennen-Mentenich aber nicht: „Falls erforderlich und gewünscht, werde ich auch noch zur Europawahl in 2024 und vor allem zu der voraussichtlich gemeinsam an einem Termin stattfindenden Bundestagswahl und Kommunalwahl in 2025 beratend zur Verfügung stehen.“ Das seien die beiden stärksten Wahlen überhaupt.“