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Kultursommer in Wermelskirchen

Kultursommer in Wermelskirchen : Kultur-Fabrik ist größtes Förderprojekt

Keine andere Kulturveranstaltung im Rheinisch-Bergischen Kreis fährt unter dem Dach des Kultursommers so groß auf wie das Programm auf dem Rhombus-Areal. Zehn Wochenenden mit 22 Veranstaltungen sind geplant.

 Zehn Wochenenden, 22 Veranstaltungen: Der Sommer auf dem Rhombus-Gelände soll bunt werden. Der Marketingverein und die Stadt haben gemeinsam das Projekt Kultur-Fabrik aus der Taufe gehoben – als Teil des Kultursommers im Rheinisch-Bergischen Kreis, gefördert vom Bund. „Wir hauen auf den Putz“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück, „die Kultur-Fabrik ist die größte Veranstaltung des Kultursommers.“ Das kommt selbst für den Marketingverein „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) und die Stadt etwas überraschend. „Wir hatten mit sechs Wochenenden und zehn Veranstaltungen gerechnet“, sagt WiW-Chef André Frowein, „jetzt sind es deutlich mehr geworden.“

Denn das Interesse der heimischen Vereine war groß. „Wir sind begeistert, dass so viele mitmachen“, sagt Frowein. Und die Bürgermeisterin ergänzt: „So ist ein Programm mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen entstanden.“

Denn Musiker wissen die Möglichkeiten, die das Projekt bietet, genauso zu schätzen wie Sportler und Künstler, die Kirchen, Theaterfreunde und Tänzer. „Wir wünschen uns, dass die Menschen hier Gemeinschaft erleben“, sagt Manfred Schmitz-Mohr vom Verkehrs- und Verschönerungsverein, ein Gefühl des Zusammenhalts nach den Lockdowns. Für alle Generationen und für jeden Geschmack. Der große Vorteil für die Vereine: Die Infrastruktur stellt die Stadt zur Verfügung. Die rund 80 Quadratmeter große Bühne, Technik, Sanitäranlagen, Strom und Wasser sind schon da, wenn die Vereine mit ihrem Programm auftauchen. 132.000 Euro, die über den Rheinisch-Bergischen Kreis beim Bund beantragt und dann bewilligt wurden, fließen in das Projekt. Die Stadt stemmt einen Eigenanteil von 25.000 Euro. „Die Menschen sollen tollen Tage hier erleben“, sagt Marion Lück, „wir merken schon jetzt die immense Strahlkraft dieses Projekts.“ Die ersten Veranstaltungen sind ausverkauft. Die Vereine haben alle Hände mit den Vorbereitungen zu tun.

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Zum Pressegespräch am Freitagnachmittag kamen zahlreiche Vereinsvertreter und schwärmten von den Möglichkeiten, die ihnen die Kultur-Fabrik biete. „Dieser Raum verschafft uns die Chance, als Gemeinden noch mal gemeinsam ein Projekt auf die Beine zu stellen“, erklärte Pfarrerin Antje Hedke und wies auf den „WermelsKirchenTag“ hin: Zwei Tage lang laden die christlichen Gemeinden in Wermelskirchen zur Begegnung, zu Mitmachaktionen, Gottesdienst und viel Musik ein. Auch der SSV Dhünn nutzt die Größe des Geländes, um besonders viele Menschen coronakonform zusammenbringen zu können: „Wir verlassen Dhünn und freuen uns über diese Chance“, bekannte Jana Markovic. Mit einem Benefizkonzert will der Verein für das Vereinsheim sammeln und sich bei den Ehrenamtlichen bedanken, die für den Sportplatz im Einsatz waren. Frank Kaluscha erinnerte an das Festival, das der Bahndamm veranstalte: „Weil die Infrastruktur schon hier ist, können wir das Geld für die Buchung der Bands ausgeben.“

Auch für Künstler sei das Rhombus-Gelände ausgesprochen attraktiv, berichtete unterdessen Michael Dangel: „Wir nutzen das Marode und die besondere Atmosphäre“, berichtete er und erzählte von der Kunstausstellung des Kunstvereins. Bergische Künstler hat auch Christian Vogeler angesprochen, um ihre Figuren in der Fabrik zu zeigen. Der Kulturverein spielt Theater und Musik und hat durch die Kultur-Fabrik die Möglichkeit, auch wieder Kinder zum Theater einzuladen. Die Brasshoppers feiern ihren 30. Geburtstag mit der Kultur-Fabrik.

Währenddessen nutzen gestandene Kulturanbieter der Stadt die Fläche, um Veranstaltungen aus dem Herbst unter den freien Himmel der alten Rhombus-Fabrik zu verlegen: Zwei Veranstaltungen aus der Katt ziehen um. „Wir freuen uns, dass wir hier die Infrastruktur nutzen können“, betonte Achim Stollberg, „und können auch einem größeren Publikum die Teilnahme ermöglichen“. Auch die Kulturinitiative habe ein Konzert aus dem Eifgen verlegt, berichtete Michael Dierks. Um so auch Teil der großen, einmaligen Initiative der Kultur-Fabrik zu werden.