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Kulturmanagerin Jasmin Dorner stellt Vorgehen zum Kulturentwicklungsplan vor

Kulturmanagerin Jasmin Dorner stellt Vorgehen zum Kulturentwicklungsplan vor : Akteure vernetzen, nicht verschmelzen

Die Zusammenarbeit der Kulturakteure in Burscheid und Wermelskirchen soll Zugang zu verschlossenen Fördertöpfen ermöglichen. Die Kulturmanagerin stellt Vorteile des Kulturentwicklungsplans heraus.

Nicht eine Verschmelzung, sondern eine Vernetzung der Akteure in Burscheid und Wermelskirchen soll der Kulturentwicklungsplan mit sich bringen. So formulierte es die gemeinsame Kulturmanagerin der Nachbarkommunen Burscheid und Wermelskirchen, Jasmin Dorner. Den Fahrplan zur Erstellung des interkommunalen Kulturkonzepts stellte Jasmin Dorner im Ausschuss für Kultur, Freizeit und Tourismus vor. Ihre explizite Aufgabe im Rahmen des mit Fördergeldern gestützten Interkommunalen Entwicklungs- und Handlungskonzepts (IHEK) von Burscheid und Wermelskirchen ist die Erstellung des Kulturentwicklungsplans.

Als „Vision“ stellte Jasmin Dorner die Organisation einer gemeinsamen Konferenz „mit Vertretern aus den verschiedenen Bereichen“ heraus: moderierte Themenrunden, Runde Tische oder auch die World-Café-Methode, wobei Teilnehmer derart zusammengebracht werden, dass die Gespräche alltäglichen Gesprächen in einem Café ähneln, könnten hierbei zur Anwendung kommen. Schwächen, Stärken, Chancen und Risiken sollten hierbei auf Basis einer Bestandsaufnahme analysiert werden. Letztere soll in den Augen von Jasmin Dorner verschiedene Faktoren berücksichtigen: Bevölkerung und deren Entwicklung, Kulturangebote und -einrichtungen, Veranstaltungen, eine eventuelle Bürgerbefragung, die Kulturpoltik sowie die Entscheidungsträger, Marketing und Tourismus und nicht zuletzt die Finanzierung.

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Seien diese vielfältigen Ansätze bearbeitet, könne eine Zielkonferenz konkrete Ziele formulieren, den bisherige Ausarbeitung überprüfen und konkrete Projektvorschläge machen. Daraus setze sich dann der Kulturentwicklungsplan zusammen.
Quasi „nebenbei“ durch ihre begleitende Arbeit würde sich ein Kennenlernen der Kulturschaffenden entwickeln, eine Unterstützung der Kulturschaffenden durch Fördermittelberatung erfolgen und ein interkommunales Netzwerk entstehen.

„Durch den Kulturentwicklungsplan und die interkommunale Zusammenarbeit ergeben sich völlig neue Fördermöglichkeiten“, zeigte sich Jasmin Dorner überzeugt und benannte weitere Vorteile, die sich durch den Plan einstellen: überregionale Stärkung des Kulturangebots, Kooperationen mit größerer Reichweite, Rücksichtnahme auf die Programmangebote, Austausch von Erfahrung und Wissen sowie Erschließung neuer Zielgruppen.

Als Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung von Kulturentwicklungsplänen führte die Kulturmanagerin Oben an der Volme sowie Arnsberg, Meschede und Sundern an.

In wieweit die Arbeit von Kulturmanagerin Jasmin Dorner die von Katt-Programmmacher Achim Stollberg, der ja zwischenzeitlich als Wermelskirchener Kulturmanager benannt wurde, betrifft, wollte Ilona Boß (Grüne) wissen. „Das greift Achim Stollberg null an, denn so kann er sich ganz auf unser Schmuckstück Kattwinkelsche Fabrik konzentrieren“, konterte Bürgermeisterin Marion Lück.

Stollberg habe sowieso nur einen sehr kleinen Teil an Arbeitszeitressource für Kulturmanagement frei: „So ist es der richtige Weg. Wermelskirchen ist sicherlich ein sehr starker kultureller Hot-Spot, aber wir sind keine Insel.“

Sie würde eng mit Achim Stollberg zusammen arbeiten, konstatierte Jasmin Dorner: „Viele Städte haben Kulturbüros mit mehreren Mitarbeitern.“ Der Kultur-Ausschussvorsitzende Oliver Platt warf ein: „Wir stellen uns besser und breiter auf, was auch bei der Beschaffung von Fördergeldern hilft.“

(Wermelskirchen )