Wermelskirchen: Krisenstimmung und Neuanfang für Schwimmer

Wermelskirchen: Krisenstimmung und Neuanfang für Schwimmer

Die Pläne für die große Baustelle im Eifgen werden konkreter. Die Politik fällt 2017 die Entscheidung, das neue Hallenbad auf dem oberen Sportplatz im Eifgen zu bauen und dem Eifgenstadion einen Kunstrasenplatz zu gönnen. Dafür soll das Stadion ab Frühjahr für ein halbes Jahr gesperrt werden. Währenddessen wird für das Hallenbad die Ausschreibung vorbereitet: Dafür spricht die Stadt drei Projektbüros an und holt Angebote ein. Die Vergabe soll dann im März 2018 erfolgen.

Währenddessen herrscht in Dabringhausen Anfang des Jahres unter den Schwimmern Krisenstimmung. Wegen des Abrechnungsmodus' mit der Stadt stehen Bad und Förderverein vor dem Ende. Außerdem müssen die Ehrenamtlichen nach einer schlechten Saison 70.000 Euro auftreiben, um überhaupt zukunftsfähig zu sein. Am 26. Januar verkünden Verein und Stadt dann die Einigung: Die Stadt ändert den Abrechnungsmodus rückwirkend. Außerdem gibt es Spendenzusagen von mehr als 60.000 Euro. Die Existenz ist gesichert.

Im Sommer dann allerdings die Ernüchterung: Wegen des schlechten Wetters endet die Saison mit nur 8000 Besuchern im Freibad in Dabringhausen. Der Förderverein muss etwa 30.000 Euro zusteuern, um die Betriebskosten zu decken. Daraufhin beschließen die Ehrenamtlichen: Im nächsten Sommer soll das Schwimmbad länger öffnen, um die Attraktivität weiter zu steigern. Die nächste Krise steht dem Förderverein dann im September ins Haus: Vorsitzender Michael Unbehaun hatte bereits vier Monate zuvor angekündigt, bei den Vorstandswahlen nicht mehr anzutreten. Aber dann findet sich bei der Jahreshauptversammlung Ende September kein Nachfolger. Sitzungspause, Vier-Augen-Gespräche, Krisenstimmung: Am Ende der Versammlung erklärt sich Michael Unbehaun bereit, fürs Erste weiterzumachen - allerdings unter der Voraussetzung, schnellstmöglich einen neuen Vorsitzenden zu finden. Das Desaster wird abgewendet.

(resa)