1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Kreisverkehr – kein dritter Zebrastreifen

Baustelle Berliner-/Mozartstraße : Kreisverkehr – kein dritter Zebrastreifen

Weil die Geschwindigkeit von Autofahrern aus Richtung Belten zu hoch ist und der Kreisel nicht mittig in der Straße liegt, verzichtet die Stadt auf den dritten Überweg. Fußgänger müssen einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, um sicher über die Berliner Straße zu kommen.

Mit Riesenschritten geht der Bau des neuen Kreisverkehres Berliner -/Mozartstraße aufs Ende zu. In gut 14 Tagen soll das „Bauwerk“ fertig sein. Dabei werden sich Fußgänger umstellen müssen: Es gibt nur noch zwei statt bislang drei Fußgängerüberwege. Die Stadt verzichtet auf den zweiten Zebrastreifen auf der Berliner Straße. Der Grund: Er wird wegen der geringen Frequentierung als überflüssig betragen, heißt es aus dem Tiefbauamt.

Nach zwölf Jahren ist Ende April mit dem Ausbau des Provisoriums begonnen worden. Die Arbeiten verlaufen derzeit planmäßig, heißt es aus dem Tiefbauamt. Vorgesehen ist, die Baustellen in der 24. Kalenderwoche wieder freizugeben. Bauleiter Burkhard Tillmann aus dem Tiefbauamt: „Wahrscheinlich wird es am 5. und 6. Juni noch eine Vollsperrung der Berliner Straße geben, wenn die Fahrbahndecke aufgebracht wird.“ Die Markierungsarbeiten könnten später aufgebracht werden. Das wird aber wetterabhängig entschieden.

Die Gehwege rund um den neuen Kreisverkehr werden neu gebaut. Gleichzeitig werden auch die Leitungen erneuert. Aktuell werden gerade die Kappen für die Schieber der Wasserleitungen angeglichen.

  • An der Einmündung der Heinrich-Horten-Straße in
    Lindenallee : Kreisverkehr: Stadtvorschlag steht zur Diskussion
  • Baustelle Brücke Viersener Straße über der
    Sanierung in Mönchengladbach ab März 2021 : Vollsperrung der Viersener Straße ist fix
  • Von Bäumen gesäumt soll die Europa-Allee
    Europa-Allee : Balanceakt mit 16 Meter langem Torsionsbalken

Bei Neubauten wie in diesem Fall wird die komplette Beleuchtung für die Fußgängerüberwege ausgetauscht. Hier spart aber die Stadtverwaltung, denn sie verzichtet auf einen Zebrastreifen. Tiefbauamtsleiter Harald Drescher: „Es wird nur ein Fußgängerüberweg über die Mozartstraße gebaut sowie über die Berliner Straße im westlichen Bereich zur Innenstadt hin.“ Der bisherige Überweg östlich des Kreisverkehrs zum Belten hin entfällt. Das habe die Stadt in Abstimmung mit dem Ingenieurbüro und mit Blick auf das Kostenbudget beschlossen. Außerdem sei der alte Fußweg gering frequentiert. Es seien ja nur einige Meter mehr, die Fußgänger über die neuen Zebrastreifen gehen müssten, heißt es aus dem Tiefbauamt.

Nach Darstellung von Drescher geht es aber auch um die Verkehrssicherheit von Fußgängern. „Auch der neue Kreisverkehr liegt ebenfalls nicht mittig in der Berliner Straße, sondern mehr in der Mozartstraße, weil wir nicht genügend Platz auf der Seite zur BEW haben.“ Bisher fuhren laut Drescher alle Autos mit kaum reduzierter Geschwindigkeit aus Richtung Belten und Innenstadt durch das Provisorium. „Aus Richtung Belten bekommen wir die Geschwindigkeit ein wenig reduziert, aber nicht völlig. Deshalb wird es keinen Fußgängerüberweg geben.“ Aus Richtung Innenstadt gibt es den Rechtsabbieger in den Mozartstraße, so dass Autofahrer da stärker abbremsen. „Dort sind Fußgänger sicherer.“ Er geht davon aus, dass die Autofahrer aus Richtung Belten weiterhin kaum ihre Geschwindigkeit drosseln werden. „Deshalb sollten Fußgänger den kleinen Umweg über die beiden neuen Fußgängerüberwege nehmen.“

Im Gegensatz zum Provisorium ist der neue Kreisverkehr größer. In Fahrtrichtung Belten wird zudem statt eines Fußgängerüberwegs ein Fahrbahnteiler gebaut. Der neue Kreisverkehr kostet rund 100.000 Euro, 40.000 Euro mehr als zu Beginn der Planung vor eineinhalb Jahren.