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Wermelskirchen: Kran kracht in gläserne Überführung

Wermelskirchen : Kran kracht in gläserne Überführung

Kurioser Unfall gestern in Elbringhausen: Ein Lkw-Fahrer hatte vergessen, den Kran seines Fahrzeugs einzufahren. Verletzt wurde keiner.

Zerbrochene Scheiben in einer Glasüberführung, ein zerstörter Kran, aber keine Verletzten: Das ist die Bilanz eines Unfalls gestern Vormittag in Elbringhausen. Gegen 10.45 Uhr war ein 69-jähriger Lastwagenfahrer aus dem Ruhrgebiet samt Kran auf dem Weg, um in Elbringhausen seine Ladung loszuwerden. Nach getaner Arbeit habe er die Stützen des Fahrzeugs zwar wieder eingeklappt, aber vergessen, den Arm des Kranes einzufahren, erklärte Polizeisprecher Richard Bartz. Als der Lastwagenfahrer Elbringhausen wieder verlassen wollte, krachte der Kran in die alte Glasüberführung der Firma "HaRo".

Ein lauter Rums sorgte bei den Mitarbeitern in den angrenzenden Gebäuden für einen großen Schreck. "Ich hatte den Lastwagen schon gehört", erzählte Helena Hackländer, "aber das laute Krachen konnte ich mir nicht erklären". Schnell verschafften sich Eigentümer und Nachbarn einen Überblick: Der Lastwagenfahrer versuchte unterdessen, den Kran-Arm, der im zerbrochenen Fensterglas im Übergang feststeckte, zu lösen. "Dabei geriet die Konstruktion aber bedenklich ins Wackeln", berichtete die Polizei am Einsatzort. Der Lastwagenfahrer stoppte sofort seine Bemühungen, und der Statiker, der den Glasübergang einst geplant hatte, wurde dazu gerufen, um die Konstruktion unter die Lupe zu nehmen. Das vorläufige Ergebnis lautete: Die Statik sei in Ordnung. Der Kran hatte eine Beule im Stahlträger und viel zerbrochenes Glas verursacht.

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Unterdessen rief die Polizei die Feuerwehr hinzu, um den festgefahrenen Kran aus der Überführung zu bergen. Mit zwei Leiterwagen rückte die Wehr an und nahm unter Einsatzleitung von Holger Stubenrauch die Unfallstelle in Augenschein. Weil aus dem Kran Hydrauliköl ausgetreten war, kümmerten sich die Feuerwehrleute zuerst um die deutlich sichtbare Ölspur.

Nachdem der Schlüssel für den Glasübergang geholt worden war, sahen sich die Feuerwehrleute den Schaden aus der Nähe an. Sie schlugen schließlich verbliebene Glasreste ein und befreiten den Kran mithilfe des Lastwagenfahrers aus der Überführung. Die Höhe des Sachschadens an Überführung und Kran sei noch nicht bekannt, erklärte Richard Bartz am Nachmittag.

Menschen seien bei dem Unfall nicht verletzt worden. Der Glasübergang wird schon seit vielen Jahren nicht mehr genutzt, die Fabrikräume stehen größtenteils leer.

(resa)