Wermelskirchen Kommentar: Seniorenbeirat wird zu spät wach

Wermelskirchen · Der Seniorenbeirat hat kein Stimmrecht in den Fachausschüssen und im Stadtrat. Diese Misere wurde in der jüngsten Sitzung wieder allzu deutlich. Der Seniorenbeirat wird fast immer erst wach, wenn schon alles längst entschieden ist.

Das liegt am System, aber auch an den Mitgliedern. Auch wenn dieses Gremium keine Entscheidungsbefugnis hat, so müssen sich die Mitglieder dennoch auch selbst darum bemühen, ausreichend informiert zu sein. Eine Bringschuld haben da vor allem die Mitglieder, die Parteien angehören. Aber auch jedes andere Beiratsmitglied kann ganz leicht, wie jeder Bürger, auf der Homepage der Stadtverwaltung die Sitzungsunterlagen für die Fachausschüsse und den Stadtrat einsehen, um frühzeitig darauf zu reagieren. Solche "Mühe" kann und muss man von jedem Seniorenbeiratsmitglied erwarten. Ansonsten erledigt sich ein solches Gremium von selbst. Wahrscheinlich würde ohnedies ein ehrenamtlicher und entsprechend, so wie Klaus Förster, engagierter Seniorenbeauftragter ausreichen, die Belange der Senioren auch tatsächlich durchzusetzen.

(RP)
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