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Wermelskirchen: Kommentar: Nicht nur die Planer anhören

Wermelskirchen : Kommentar: Nicht nur die Planer anhören

Die Diskussion in den Fachausschüssen dreht sich derzeit ausschließlich um planerische Entscheidungen. Als Michael Schneider vor fast genau einem Jahr inhaltliche Bedenken anmeldete, wurden seine Einwände zumeist mit einem müden Lächeln quittiert. Viele dachten da eher an die Steuereinnahmen – und dass das künftige Spielcenter am Rande der Innenstadt angesiedelt wird. Spielsucht war nie ein Thema.

Ob das die Lösung ist? Insider dieser Szene bezweifeln, dass es damit getan ist. Sachverständige stellen ganz klar einen Zusammenhang zwischen Spielsucht und Kriminalität her – und Spielhallen sind damit Orte, wo sich dieses Klientel treffen könnte.

Das haben die Politiker wohl bisher nicht so gesehen. Vielleicht sollten sie schnellstens mal Fachleute einladen, bevor sie die Entscheidung treffen. Denn wenn sich die Befürchtungen bewahrheiten, ist nichts mehr zu retten. Dann muss reagiert werden – mit hohem finanziellen Aufwand.

(RP)