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Wermelskirchen: Kommentar: Bambi-Bonus und dann das Eigentor

Wermelskirchen : Kommentar: Bambi-Bonus und dann das Eigentor

Der Verein Rollrausch leistet unbestritten gute Jugendarbeit. Daran soll nicht gerüttelt werden. Aber er leistet chaotische Arbeit in seiner Vereinsführung. Kein anderer Verein in der Stadt hat jahrelang bei Verwaltung und Politik solch einen Bambi-Bonus bekommen wie Rollrausch.

"Die sind ja noch jung", haben Verwaltungsleute und Politiker, vor allem auch der Bürgermeister, immer wieder gesagt und gedacht und oft dabei auch "Kröten geschluckt" und "die Faust in der Tasche gemacht". Aber irgendwann kann auch kein Bambi-Bonus mehr herhalten, allzumal die Rollrauscher, die im Verein etwas zu sagen haben, durchaus im Erwachsenenalter sind. So benehmen, tun sie sich aber im Moment nicht.

Denn die Misere wäre mit ein wenig Nachdenken gar nicht erst entstanden: Wäre Florenz Jaeger mit seiner Information über den Bürgermeister, die er von einem Nachbarn der Halle bekommen haben will, zum Bürgermeister selbst gegangen, um ihn damit zu konfrontieren, hätte er erfahren, dass keine Rede von einem Aus für die Halle sein muss. Jetzt sieht's allerdings anders aus.

Diplomatisches Verhandlungsgeschick, das die Nutzungsänderung wohl noch erbracht hätte, kann jetzt nichts mehr bewirken. Denn auf solch eine Lösung wollten die "Bambis" nicht warten, sie verließen sich lieber auf "Nachbarschaftsgeplauder". Nach dem lauten Gebrüll, das Rollrausch jetzt veranstaltet hat und wohl auch weiter machen wird, haben die Nachbarn, die vielleicht kurz davor waren, die Nutzungsänderung zu unterschreiben, natürlich keinerlei Interesse mehr daran: Ein absolutes Eigentor für Rollrausch!

(RP)