1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Kita in Wermelskirchen hält trotz Corona Kontakt zu den Kindern

Kita Tente in Corona-Zeiten : Kindertagesstätte hält trotz Corona Kontakt zu den Kindern

Das Team im Evangelischen Kindergarten Tente versorgt die Familien per Mail mit Ideen und Aufgaben. Die Jungen und Mädchen begaben sich auf Schatzsuche. Für die Vorschulkinder bereiten sich die Erzieher auf einen digitalen Abschied vor.

Am Evangelischen Kindergarten in Tente rollen die Bagger – der Bau der dritten Gruppe schreitet voran. Während es aktuell keinen Betreuungsbedarf in Notgruppen gibt, sind die Erzieherinnen aber trotzdem für die Familien und die Kinder im Einsatz. Nach einer kurzen Phase der Orientierung hat das Team um Leiterin Manuela Wickesberg schon viele Ideen umgesetzt. In Video-Konferenzen feilen die Erzieherinnen nicht nur am Konzept für das neue Kindergartenjahr und der pädagogischen Planung: „Gerade jetzt ist der Kontakt zu den Familien besonders wichtig. Die Kinder sollen sich weiter mit der Kita verbunden fühlen“, erklärt Manuela Wickesberg, „den Zwei- bis Sechsjährigen kommen die vergangenen Wochen wie eine Ewigkeit vor.“

Regelmäßig bekommen die Familien deswegen eine Mail aus der Kita mit vielen Aktionen für die Kinder. Es gibt Basteltipps, Rätsel sowie Geschichten und Lieder – eingespielt und aufgenommen von den Erzieherinnen. Die Mitarbeiterinnen haben eine Bewegungsrallye durch Tente mit Schatzsuche ausgearbeitet sowie Geburtstagsgrüße als Videoformat für alle Kinder, die in dieser „Corona-Zeit“ Geburtstag haben, erstellt. Ein Aufruf zur Namensfindung für die zukünftig drei Gruppen der Kita hat großen Ideenreichtum hervorgebracht, zahlreiche Vorschläge gingen bereits ein. Die Entscheidung steht doch aus.

  • Videokonferenz in  der Kita Wetterhäuschen (v.l.):
    Notbetreuung in Neuss : Kindergarten geht jetzt auch virtuell
  • Ideen aus Neuss : Was die Kita Farbenwelt auf Teller zaubert
  • Der Kitalauf zählt jährlich zu den
    Sportbüro : Trotz Corona geht Arbeit für den Sport weiter

Ein besonderes Augenmerk wird in Tente auf die Maxis gelegt, die nach den Sommerferien in die Schule kommen. „Für sie ist es jetzt besonders schmerzhaft, denn zahlreiche Ausflüge und Aktionen, die in dieser Zeit normalerweise stattfinden, fallen aus“, erzählt die Kindergartenleiterin. Das Team plant schon ganz verschiedene Abschiedsszenarien – sowohl für den Fall, dass die Kindertagesstätte bis zu den Sommerferien wieder öffnet, als auch für die Situation, wenn sie weiter geschlossen bleibt. „Wenn nichts anderes geht, gibt es einen Online-Gottesdienst“, kündigt Manuela Wickesberg an.

 Gefunden: Maximilian und die Schatzkiste der Kita in Tente.
Gefunden: Maximilian und die Schatzkiste der Kita in Tente. Foto: Wickesberg

Um aber trotz der Schließung weiterhin mit den Kindern arbeiten zu können, hat das Team bereits eine Maxipost eingerichtet. Zweimal wöchentlich bekommen die Vorschulkinder eine Mail mit kleinen „Arbeitsaufträgen“. So konnte etwa weiter an der Auswahl zum Wermelskirchener Bilderbuchpreis – eine Kooperation der Stadtbücherei und der Buchhandlung Marabu mit den Wermelskirchener Kindergärten – gearbeitet werden. Die sieben Bücher, vorgelesen von Erzieherin Saskia Heide, kamen per Mail als Filme zu den Kindern nach Hause und die Jungen und Mädchen schickten ihre Wahl des besten Buches mit Begründung zurück. „Es gibt eine große Unterstützung der Eltern, ohne die so eine Zusammenarbeit nicht möglich wäre“, freut sich die Kindergartenleitung.

Die Corona-Zeit habe alle vor große Herausforderungen gestellt. „Wir sind aber bereits daran gewachsen“, stellt die Kindergartenleiterin fest. So sei etwa die Digitalisierung jetzt auch im Kindergarten weit vorangeschritten.

(resa)