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Kirmesplatz: Stadt zahlt 270.000 Euro

Umbau Loches-Platz in Wermelskirchen : Neuer Kirmesplatz: Stadt zahlt 270.000 Euro

Um Loches-Platz für die Kirmes zu nutzen, finanziert die Stadt die Infrastruktur. 175.000 Euro müssen jetzt zusätzlich im Haushalt aufgenommen werden.

Die künftige Nutzung der privaten Parkplatzfläche des Loches-Platzes für die Kirmes ist für die Stadt richtig teuer. Waren anfangs 95.000 Euro für die zu erstellende Infrastruktur veranschlagt, klettern die Kosten jetzt auf 270.000 Euro. Allein für die Ingenieurleistungen wie Planung, Bauleitung und Abrechnung werden der Stadt 20.000 Euro in Rechnung gestellt. Die Mehrkosten von 175.000 Euro gegenüber der ursprünglichen Kostenrechnung wird der Stadtrat am 13. Dezember genehmigen müssen.

Der Stadtrat hat bereits im Oktober 2019 mit dem Durchführungsvertrag zum Projekt Umbau Loches-Platz beschlossen, die Kosten für die zusätzliche Infrastruktur auf dem Privatparkplatz zu übernehmen. Hierzu zählen neben der notwendigen Stromversorgung inklusive der Verlegung von Leerrohren für die auf dem Gelände sowohl mittig auf de Platz als auch hinter den Kirmesgeschäften aufzustellenden Stromkästen. Auch die Verlegung einer Ringwasserleitung sowie die Schaffung von Hydranten hinter den Kirmesgeschäften und der Abwasserversorgung gehört dazu. Außerdem müssen, so die Stadtverwaltung in ihrem Durchführungsvertrag, die Möglichkeiten geschaffen werden, Laternen, Einkaufswagenüberdachungen und Schranken zu demontieren.

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In den Haushaltsjahren 2021 und 2022 wurden bereits auf der Grundlage von groben Schätzungen die Kosten eingestellt: Insgesamt 95.000 Euro. Diese Kosten setzen sich zusammen aus der Entwässerung (45.000 Euro) und den demontierbaren Ausrüstungsgegenständen (50.000 Euro). Weitergehende Baukosten, Trafo und allgemeine Planungskosten wurden bisher nicht angemeldet.

Inzwischen steht fest, dass aufgrund des erhöhten Strombedarfs für die Kirmes eine neue, größere 10 kV-Trafostation erforderlich ist, die bisher nicht vorgesehen war, berichtet die Stadtverwaltung.

In Zusammenarbeit mit den Fachplanern des Investors hat die Stadt jetzt weitere Kosten ermittelt. Die setzen sich wie folgt zusammen: Baukosten für Abwasserleitungen, Wasserversorgung, Leerrohr und Anpassungsarbeiten an die angrenzende Fläche rund 90.000 Euro; Aufwendungen für herausnehmbare Einbauteile wie Radständer, Poller und Leuchtenfundamente rund 25.000 Euro; Planungskosten 20.000 Euro; die neue Trafostationkostet 76.000 Euro, der 10 kV-Netzanschluss 36.000 Euro. Materialkosten für die Wasserversorgung mit Netzanschluss schlagen mit 20.000 Euro zu Buche, 3000 Euro sind für „Unvorhergesehenes“ aufgelistet. In der Gesamtsumme beläuft sich der neue Ausgabenbedarf auf 270.000 Euro.

Die Erhöhung soll bei der Aufstellung des Doppelhaushaltes 2022/23 berücksichtigt werden. Der wird im Februar 2022 eingebracht. Bis dahin sammelt die Kämmerei die Daten der Fachabteilungen.

Die Arbeiten für die Trafoanlage werden von der Stadt beauftragt, heißt es aus dem Tiefbauamt. Alle weiteren Arbeiten werden im Zusammenhang mit der Projekterstellung durch den Bauinvestor umgesetzt. Der Trafo soll im Sommer 2022 fertiggestellt ein,