Kinderstadt in der Kattwinkelschen Fabrik Wermelskirchen

Jungen und Mädchen besuchen die Firma Ortlinghaus : Kids sind jetzt Kupplungs-Kenner

Jungen und Mädchen aus dem Ferienprojekt der Kattwinkelschen Fabrik besuchen die Firma Ortlinghaus. Das Wermelskirchener Unternehmen ist bereits seit zehn Jahren engagierter Kooperationspartner.

Die Jungen und Mädchen der Kinderstadt in der Kattwinkelschen Fabrik wissen genau, was der „Ortling“ ist: das Maskottchen der Wermelskirchener Firma Ortlinghaus. In zwei Gruppen von je 15 Kindern besuchten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Delegationen das Unternehmen und konnten dabei vom der Auftragserteilung eines imaginären „Kunden“ bis zur Auslieferung des fertigen Produkts den gesamten Entstehungsprozess begleiten. Am Ende durften die Kinder sogar eine Runde im „Gator“, einem kleinen Allradradfahrzeug für Garten- und Landschaftsbauzwecke, über das Firmengelände mitfahren: Sie erlebten so hautnah, wozu eine zuvor gefertigte Kupplung letztlich dient.

Angefangen im Verkauf ging es für die Jungen und Mädchen durch jeden einzelnen Schritt der Fertigung. Die Zeichnung und Konstruktion des Produkts nach den Kundenvorgaben am Computer, anschließend die Arbeitsvorbereitung mit Plänen. „Schritt für Schritt gehen wir die Produktionsphasen durch und haben an vier Stationen immer einen Rohling gegen ein fertiges Teil ausgetauscht“, erklärte Ortlinghaus-Ausbildungsleiter Achim Wetzel. Am Ende der Produktionskette stand das Zusammenfassen der Einzelteile im Lager und deren Montage zum fertigen Produktion. Dabei gab es für die Kinder ein Eis und Süßigkeiten. „Die sind allerdings speziell für euch – im Alltag gibt es das nicht dazu“, erläuterten Wetzel und Uwe Cislowski, Koordinator Ortlinghaus-System.

„Das ist schon spannend zu erfahren, wie eine Kupplung arbeitet und wie sie hergestellt wird und wie die dafür benötigten Maschinen funktionieren“, sagte der elfjährige Fynn, der sich genauso fasziniert von der Wendigkeit eines Gabelstaplers zeigte. Wer meinen mag, dass Kupplungen und Maschinen reine Jungen-Sache sei, der wurde von den Kinderstadt-Kids eines besseren belehrt. „Das war sehr interessant, und bei Ortlinghaus gibt es immer Überraschungen für uns“, stellte die achtjährige Anna fest. Ihre Freundin Jana (9) fügte hinzu: „Im vergangenen Jahr war eine Freundin von mir mit bei der Tour nach Ortlinghaus. Die hat mir das empfohlen, hier dabei zu sein.“

Das Unternehmen Ortlinghaus beteiligt sich seit inzwischen zehn Jahren kontinuierlich an der Kinderstadt. „Das muss man als Firma schon wollen“, sagt Uwe Cislowski, denn der Aufwand, mit dem sich Ortlinghaus in Geschehen „kniet“, ist beträchtlich. So hat die Firma auch bei der aktuell 13. Auflage der Kinderstadt in der Bogenbinderhalle wieder eine Werkstatt aufgebaut, in der sich die Kinder ihren eigenen Metall-Jojo fertigen können. „Über die gesamten zwei Wochen stellen wir dafür fünf Auszubildende und zwei Ausbilder ab, die in der Katt vor Ort sind“, betont Achim Wetzel. Dr. Bastian Franzkoch, der gemeinsam mit Peter Ortlinghaus das Geschäftsführerduo bildet, beschreibt das Engagement so: „In diesem Alter sind die Kinder sehr begeisterungsfähig. Es ist phantastisch diese Neugier zu wecken. Wir setzen darauf, dass sich die Jungen und Mädchen einmal gut an Ortlinghaus erinnern, wenn es um die Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz geht.“ Dass diese Hoffnung nicht unbegründet ist, bestätigt Achim Wetzel: „Wir hatten und haben Praktikanten oder Auszubildende, die einmal durch die Kinderstadt mit uns in Kontakt kamen.“

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