Interview: Thema Bm-Ferienaktion: Kinder gehen mit Jägern auf große Pirsch

Interview: Thema Bm-Ferienaktion : Kinder gehen mit Jägern auf große Pirsch

Gewitter und Regen störten die Exkursion mit dem Hegering in den heimischen Wald. Trotzdem war das Naturerlebnis groß.

Bei der BM-Ferienaktion "Mit den Jägern auf der Pirsch" geht jedes Jahr der sorgenvolle Blick zum Himmel. "Gibt es Regen, droht ein Gewitter?" fragen sich die Jäger des Hegerings, die diesen Aktion für die Jungen und Mädchen organisieren. Offenbar gibt es im Juli immer die gleiche Wettersituation im Bergischen Land. Die Sicherheit der Kinder hat schließlich Vorrang. Und so warteten am Donnerstagabend am Futterplatz im Wald Armin Röntgen und Klaus Esgen ungeduldig auf die Gruppe, die mit Dirk Steffens und Volker Kölsch auf einer Waldwanderung waren. Es regnete, und der Donner war bereits zu hören.

Immer wieder schauten die Jäger auf die aktuelle Wetterkarte ihrer Smartphones. Dunkelblaue Flecken waren genau über dem Bergischen Land zu erkennen. Und immer wieder wurde telefoniert. "Wo seid ihr denn? Wann seid ihr hier?", fragte Röntgen. "Wenn die gleich kommen, müssen wir hier raus aus dem Wald", entschied er. Weitere Jäger wurden angerufen, und ein paar Minuten später trafen einige Jeeps ein. Kurz darauf kamen alle Kinder wohlbehalten zum Treffpunkt. Schnell wurde noch ein Foto gemacht - und dann ging es ab in die Fahrzeuge.

So wurde ganz spontan mit der Flucht aus dem Wald ein neuer Programmpunkt geschaffen. Mal richtig mit dem Geländewagen über Stock und Stein fahren. Das war nicht geplant, aber ein voller Erfolg. In der Halle der Familie Steffens in Dabringhausen waren alle in Sicherheit.

Begeistert erzählten die Kinder von ihrem Spaziergang. "Wir haben ein Rehkitz gefunden", sagte Nelly (8). "Es lag nur zwei Meter von uns entfernt. Torsten Althoff war mit dem Infomobil, der "rollenden Waldschule" gekommen, musste aber alles wieder einpacken, da es regnete. Doch dann hatten sich Regen und Gewitter verzogen, und das Pirsch-Programm konnte weitergehen.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Bläsergruppe "Bergische Hörner" ging es in kleinen Gruppen zu den Hochsitzen. "Ansitzen" nennen das die Jäger, und für die Kinder ist es eine schwierige Aufgabe. Sie müssen nämlich ganz still sein. "Maximal eine Stunde, länger halten die Kinder das nicht aus", sagte Röntgen. "Die Wettersituation ist für das Beobachten richtig gut. Nach einem Gewitter kommen die Tiere wieder raus", sagte Röntgen. Im Juli ist außerdem "Hochzeit der Rehe", und so konnten fast alle Kinder an diesem Abend auch verschiedene Tiere beobachten.

Zurück bei Steffens brutzelten schon die Würstchen auf dem Grill, und eigentlich kamen die Eltern viel zu früh, um die Kinder abzuholen. "Es war eine richtig liebe Gruppe", sagt Röntgen. "Uns hat das Spaß gemacht, den Kindern auch, und nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei."

(wsb)
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