Kinder fasziniert von großer Dhünn-Talsperre

Sommerferien : Nachwuchsforscher erkunden Talsperre

Im Zuge der Entdeckerwoche von Aqualon, Wupperverband und Biologischer Station Rhein-Berg besuchten gestern Vormittag fünf Kinder die Trinkwassersperre. Dabei beeindruckte sie ganz besonders der Entnahmeturm.

Die fünf Kinder sind ganz aufmerksam und lauschen den Worten von Iris Laumann und ihrer Kollegin Patrizia Apostolides vom Naturgut Ophoven. Gerade geht die Gruppe bei strahlendem Sommerwetter über die Brücke zum Entnahmeturm der Großen Dhünn-Talsperre. Vögel zwitschern in der warmen Luft – und unter den Kindern liegt ruhig die Talsperre. „140 Meter ist die Brücke lang“, sagt Apostolides, und auch das ist eine Information, die von den jungen Teilnehmern der Aqualon-Entdeckerwoche dankbar aufgesaugt wird.

Die Kinder sind mit ihren Eltern oder Großeltern zum Betriebshof der Talsperre gekommen, ihr Interesse ist groß. Laumann und Apostolides liefern den Nachwuchsforschern viel Wissen. „Zuerst haben wir einen Vortrag und eine Power-Point-Präsentation über die Talsperre gehört“, sagt der zwölfjährige David. Der Junge ist mit seiner Mutter gekommen und hört auch aus einem ganz bestimmten Grund genau hin, wenn Laumann im Inneren des Entnahmeturms über die Technik und die Funktionsweise der Talsperre berichtet. „Ich muss in einem guten Jahr ein Schulpraktikum machen und werde das voraussichtlich beim Wuperverband tun“, sagt der Zwölfjährige.

Bei der Suche nach allgemeinen Informationen sei er auf die Entdeckerwoche gestoßen. „Das passt gut, habe ich mir gedacht – und deswegen bin ich mit meiner Mutter heute gekommen“, sagt David. Auch der Rundgang durch das Innere der Staumauer hinterlässt bei dem Zwölfjährigen großen Eindruck. Seine Mutter hat er da oben zurückgelassen. „Sie hat eine Verletzung am Sprunggelenk, da sind 300 Stufen nicht so einfach zu steigen“, sagt der Zwölfjährige.

Mit fünf und acht Jahren sind Emma und Max, die mit ihrem Opa zur Talsperrenführung gekommen sind, noch ein wenig jünger. Allerdings verfolgen auch sie aufmerksam, was Apostolides und Laumann erzählen – selbst wenn sie noch nicht alles Technische verstehen können. Der Großvater fotografiert seine Enkel fleißig und hört genau hin, als Laumann über den europaweit einzigartigen Thermorüssel berichtet.

„Der Rüssel wurde gebaut, weil das entnommene Wasser vom Grund der Talsperre bislang immer mit einer Temperatur von sechs Grad wieder in die Dhünn gegeben wurde. Das ist aber vielen Fischen zu kalt“, sagt Laumann. Durch den Rüssel könne Wasser aus unterschiedlichen Temperaturschichten abgegeben werden. „Dadurch sollen in der Dhünn langfristig auch wieder Lachse angesiedelt werden“, sagt Laumann. Die Praxis ist dann auch das, was alle Kinder besonders beeindruckt. „Ich war schon mal hier, mit meinem Hund, meinem Stiefvater und meiner Mutter“, sagt David und ergänzt: „Aber das hier auch einmal von innen sehen zu können, ist schon was Besonderes.“

Für den Zwölfjährigen ist nach dem Besuch im Herzen der Dhünn-Talsperre auf jeden Fall klar, dass er sein Praktikum beim Wupperverband machen wird. „Ich habe hier heute eine ganze Menge interessanter Details erfahren“, sagt er. Und auch die anderen Nachwuchsforscher sind mehr als zufrieden mit ihren Erkundungen.

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