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Keine großen Sprünge für Eifgen-Genossen​

Kulturhaus Eifgen eG tagt in Wermelskirchen : Keine großen Sprünge für Eifgen-Genossen

Auf der Generalversammlung ging es auch um die energische Sanierung. Eine Idee: Anschluss an die Heizung vom Krankenhaus oder die des geplanten Hallenbades.

Trotz allem Hin und Her, Lockdowns und damit einhergehenden Einnahmeausfällen wegen der Corona-Pandemie ist die „Kulturhaus Eifgen eG“ finanziell gesund. Das stellte Martin Lambotte auf der jüngsten Generalversammlung der Genossenschaft fest. Das Mitglied im Vorstand betonte aber gleichzeitig: „Wir können keine großen Sprünge machen – jetzt nicht und in absehbarer Zukunft nicht.“ Wenngleich eine energetische Sanierung und eine neue Heizung für das Haus Eifgen, das im Besitz der Genossenschaft ist, große Herausforderungen seien, wäre klar: „Wir können tolle Ideen dazu entwickeln, aber aus materiellen Gründen steht das in den Sternen.“

Das war jedoch kein Grund für einige der 30 Anwesenden, auf Denkansätze zu verzichten. So könnte ein Anschluss an das Heizungssystem im Krankenhaus, im neuen Hallenbad oder im neu geplanten Komplex (Co-Working) im Ex-Freibad eine mögliche Lösung sein. „Wir nehmen das auf, dazu können wir zumindest mal fragen“, gestand der Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Karnowka zu. Der Genossenschafts- oder der Vorstand der Kulturinitiative Wermelskirchen als Mieter und Betreiber des Traditionshauses werde sich darum kümmern.

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Wie Martin Lambotte kommentierte, sei die Kulturhaus Eifgen eG so klein, dass sich ihre Bilanz fast jährlich fortschreiben ließe. So belief sich die Bilanzsumme in 2021 auf 246.500, in 2020 auf 249.000 Euro. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Genossenschaft einen Überschuss von 3800 Euro. Die Einnahmen summierten sich auf 26.300 Euro, davon 15.000 Euro aus Vermietungen. Demgegenüber standen allein 12.600 Euro an Raumkosten für den laufenden Betrieb sowie die Tilgung der Hypothek für den Kauf des Hauses Eifgen, das in der Bilanz mit 227.000 Euro für Grundstück und Gebäude taxiert ist. Das Guthaben der Genossenschaft betrage aktuell 15.400 Euro, sagte Lambotte und resümierte: „Wir können das Haus bewirtschaften und erhalten, aber größere Investments sind nicht drin.“ Wenige Sorgen müsse sich die Genossenschaft angesichts der steigenden Zinsen machen, denn durch eine langfristige Zinsbindung wäre die Hypothek laut Plan zum Ablauf des Vertrags bezahlt.

Die Genossenschaft hat derzeit 204 Mitglieder, die 285 Anteile gezeichnet haben.

Die Versammlung erteilte sowohl dem Vorstandstrio aus Conny vom Stein, Michael Dierks und Martin Lambotte als auch dem Aufsichtsrat aus Alfred Karnowka, Michael Mohr, Michael Regenbrecht und Wolfgang Schindler einmütig Entlastung. Ebenso einstimmig bestätigten die Genossenschaftsmitglieder den Aufsichtsrat im Amt.