Wermelskirchen: Keine Angst vor technischem Fortschritt

Wermelskirchen: Keine Angst vor technischem Fortschritt

Manfred Maus, Obi-Mitgründer und Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer, referierte im Pfarrheim Grunewald höchst anschaulich und lebensnah zum Thema "Dramatischer Wandel in der digitalisierten Welt".

Ein Roboter, der im Baumarkt den Kunden zum gewünschten Regal führt? Ein intelligentes Haus, in dem das Licht angeht, sobald der Fußboden betreten wird? In anderen Ländern und Kulturen haben solche technischen Innovationen bereits Einzug gehalten. Doch viele Menschen haben Angst vor der Entwicklung und der fortschreitenden Digitalisierung. Das muss nicht sein, wie Obi-Mitgründer Manfred Maus mit seinem Vortrag am Mittwoch im Pfarrheim Grunewald deutlich machte. "Alle werden in irgendeiner Form von diesem Wandel berührt. Es ist eine große Herausforderung, der wir uns stellen müssen", machte Manfred Maus den etwa 35 Zuhörern Mut.

Die Männergemeinschaft der Gemeinde St. Apollinaris hatte den Vorsitzenden des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) zu diesem Themenabend eingeladen. "Herr Maus ist auf der ganzen Welt unterwegs, warum dann nicht auch in der eigenen Gemeinde", freute sich der Vorsitzende der Männergemeinde, Herbert Kuschwart, über den prominenten Gast. Einen Vortrag zur Digitalisierung und Globalisierung in der Unternehmenskultur hielt Professor Manfred Maus erst Anfang März in der Schweiz bei der "Swiss Finacial Experts Association". Ebenso wie er die Experten mit seinem Vortrag in seinen Bann ziehen kann, gelang ihm das bei den heimischen Gemeindemitgliedern und Gästen. "Herr Maus kann sehr gut Themen rüberbringen, mit Beispielen aus dem Alltag und ohne abgehoben zu formulieren", sagte ein beeindruckter Zuhörer. Durch diese sympathische Vortragsweise erreichte Manfred Maus auch die wenigen Frauen, die der Einladung zu dem Themenabend gefolgt waren. "Ich fand es unheimlich interessant zu erfahren, was auf einen zukommen kann", sagte Hildegard Kuschwart. Dem digitalen Fortschritt steht sie offen gegenüber. "Die Auswirkungen werden aber eher unsere Enkelkinder betreffen", zog sie ein persönliches Fazit.

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Manfred Maus gab in seinem Vortrag Auskunft über die Funktionsweise und den Umgang mit den neuen Medien, wie beispielsweise der Payback-Karte. Er sprach über die Integration unterschiedlicher Kulturen und Religionen, über Toleranz, christliche Werte sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz und brachte zahlreiche Beispiele ein: "Auch die Medizin hat gewaltige Fortschritte gemacht. Den gesunden Menschen gibt es nicht mehr. Ein guter Arzt findet immer etwas", machte er deutlich.

Aus Sicht eines Unternehmers sind Digitalisierung, Globalisierung und Vernetzung unumgänglich, um zu überleben. Es komme jedoch immer darauf an, die von den Kunden erhaltenden Daten als Kapital richtig zu nutzen und nicht zu missbrauchen. "Wir müssen die Wertigkeit und die christlichen Werte erhalten. Die zehn Gebote werde auch in Zukunft gelten", betonte der 82-Jährige. Dass dies nicht nur leere Worte waren, spürten die Zuhörer unter anderem an der Leidenschaft, mit der Manfred Maus referierte. Egal ob im Unternehmen, in der Politik oder in der Ehe: "Versprechen muss man halten", gab Maus den Teilnehmern nach einer guten Stunde als Denkanstoß mit auf den Nachhauseweg.

(heka)