Kein Zuschuss für den Wermelskirchener Stadtsportverband?

Kein Zuschuss für den Wermelskirchener Stadtsportverband? : 6500 Euro für SSV gefährdet Haushaltsausgleich

(tei.-) Um einen Zuschuss über 6500 Euro für die ehrenamtliche Arbeit im Stadtsportverband (SSV) wurde jetzt im Sportausschuss heftigst diskutiert – der Stadtkämmerer lehnte ab, weil er den Haushaltsausgleich wie auch rechtliche Konsequenzen befürchtet; Sportpolitiker fordern indes ein Signal fürs Ehrenamt.

Worum geht es? Die dem Stadtsportverband zur Verfügung stehenden Mittel werden immer geringer, die Aufgaben steigen, erklärte Vorsitzender Klaus Junge. „Integration und Inklusion schaffen die Vereine nicht aus eigener Kraft. Hier will der Stadtsportverband die Ausbildung der Übungsleiter finanziell unterstützen.“ Außerdem sollen künftig Sportgutscheine für Erstklässler ausgegeben werden, damit sie das Angebot in den Vereinen nutzen.

Deshalb möchte der SSV einen Anteil aus der Sportpauschale haben, die das Land der Stadt jährlich zahlt. Und zwar den Anteil der Erhöhung von 2017 auf 2018 – eben jene 6500 Euro. Die Stadt bekam 2018 insgesamt 93.000 Euro. Junge: „Die BEW, neben der Sparkasse einer unserer Hauptsponsoren, hat die Mittel halbiert.“

Stadtkämmerer Dirk Irlenbusch betonte, der Sport habe einen hohen Stellenwert. So würden die Vereine um 30.000 Euro entlastet, weil die Hallenbenutzungsgebühren gestrichen würden. „26,8 Millionen Euro sind im Haushalt 2019 für den Sport eingeplant.“ Er warnte vor weiteren Wünschen: „Wir verlassen das HSK erst mit der Abrechnung, nicht mit der Planung.“ Zudem dürfe die Sportpauschale nur für investive Maßnahmen eingesetzt werden. Seine Bitte: Anträge für freiwillige Leistungen auf die Zeit nach dem Haushaltssicherungskonzept (HSK) verschieben.

Glücklich waren die Sportpolitiker mit dieser Haltung des Kämmerers nicht. Walter Thiel (WNKUWG): „Hier geht es um eine gezielte Maßnahme. Eine Summe von 6500 Euro macht doch keinen Stress für den Haushaltsausgleich.“ Martin Burghoff (CDU) machte einen Vorschlag: „Der Zuschuss sollte über sechs Jahre gestaffelt werden – jedes Jahr 1000 Euro mehr. Das wäre ein klares Signal fürs Ehrenamt.“

Im Hauptausschuss soll am Montag über den Antrag entschieden werden.