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Kein Rußniederschlag in Wermelskirchen gemeldet

Nach Explosion in Leverkusen : Kein Rußniederschlag in Wermelskirchen gemeldet

Sicherheitshalber hat Bürgermeisterin Marion Lück am Donnerstag im Stadtgebiet vom Betriebshof prüfen lassen, ob es zu Rußniederschlag in Wermelskirchen gekommen ist. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.

Zunächst sah es danach aus, dass die Rauchwolke, die sich am Dienstagmorgen nach der Explosion im Entsorgungszentrum des Unternehmens Currenta in Leverkusen entwickelt hatte, auch in Richtung Wermelskirchen ziehen würde. Erst am frühen Nachmittag gab es Entwarnung, weil die Wolke abgedreht war. Sicherheitshalber hat Bürgermeisterin Marion Lück dennoch am Donnerstag im Stadtgebiet vom Betriebshof prüfen lassen, ob es zu Rußniederschlag in Wermelskirchen gekommen ist. Das scheint aber nicht der Fall zu sein: „Bei uns wurde nichts gefunden, und wir haben auch keine Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Spielplätze müssen nicht gesperrt werden“, sagte die Bürgermeisterin auf Nachfrage unserer Redaktion. Auch im Freibad Dabringhausen wurden keine Rußpartikel gefunden.

Im benachbarten Leichlingen hingegen hatte Bürgermeister Frank Steffes am Donnerstagmorgen Spielplätze und öffentliche Flächen sperren lassen, nachdem vereinzelt Rußpartikel gemeldet wurden. Auch das Gesundheitsamt des Kreises reagierte auf die Meldungen: „Wenn Rußpartikel gefunden werden, sollte Obst und Gemüse aus dem Garten nicht verzehrt werden. Spielplätze, Spielgeräte, Gartenmöbel oder Pools, auf denen Ruß niedergegangen ist, sollten nicht genutzt werden. Betroffene sollten die verschmutzten Gegenstände nicht reinigen, da eine erhöhte Schadstoffkonzentration bislang nicht ausgeschlossen werden kann“, heißt es in der Mitteilung. Bei Gartenarbeiten, die sich nicht verschieben lassen, sollten Handschuhe getragen werden. Es empfehle sich außerdem, Schuhe vor dem Betreten des Hauses auszuziehen, um zu verhindern, dass Rußpartikel ins Haus gelangen. Eine Einschätzung, ob in den Niederschlägen gesundheitsgefährdende Stoffe zu finden sind, können Gutachter des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen voraussichtlich erst gegen Ende der Woche abgeben, heißt es vom Gesundheitsamt.

Die Firma Currenta hat für Anfragen mittlerweile ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0214 260599333 eingerichtet.

(kel)