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Kein Kindergarten-Kind bleibt unversorgt

Kita-Plätze in Wermelskirchen : Kein Kindergarten-Kind bleibt unversorgt

Vor drei Jahren fehlte es noch an Kita-Plätzen. Für diesen Sommer sind ausreichend Plätze vorhanden. Wie es in Eichholz weitergeht, ist immer noch unklar.

Alle Zeichen deuten auf Entspannung an der „Kita-Platz-Front“ hin. „Kein Kind, das einen Kita-Platz braucht, bleibt in diesem Jahr unversorgt“, kündigt Stefan Görnert, Erster Beigeordneter, in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an. Demnach stehen im Kindergartenjahr 2021/22 insgesamt 1236 Kitaplätze in Wermelskirchen zur Verfügung. Diese verteilen sich wie folgt: Für unter Dreijährige stehen insgesamt 235 Plätze zur Verfügung, für die über Dreijährigen sind es 1001 Plätze. „Zum Stichtag heute wurden 211 Verträge zum 1. August neu abgeschlossen, 62 Reservierungen liegen den Freien Trägern vor und werden sukzessive in Verträge umgewandelt“, so Görnert und fügt hinzu: „Aktuell stehen als freie Plätze zum August vier U3-Plätze und elf Ü3-Plätze zur Verfügung. Dazu kommen noch etwa 25 Ü3-Plätze durch die Möglichkeit einer Überbelegung.“

Vor drei Jahren sah das noch ganz anders aus: 2018 fehlten in der Stadt 286 Kitaplätze, 75 konnten bereits in diesem Jahr durch den Standort Jörgensgasse realisiert werden. Damals hieß es, dass die bauliche Substanz des Kindergartens nicht für eine jahrelange Nutzung geeignet sei, „aber die nächsten Jahre werden wir die Kita Jörgensgasse noch nutzen können“, sagt Stefan Görnert auf Nachfrage dieser Redaktion. Trotzdem werde bereits perspektivisch nach Ersatz für diesen Standort gesucht. Da soll die neue Kita in der Eichholzer Straße Abhilfe schaffen, die seit 2019 geplant ist. Eigentlich sollte dieser neue Kindergarten bereits im Herbst 2021 eröffnet werden. Einen Spatenstich hat es aber bisher nicht gegeben und daraus wird wohl auch so ganz schnell nichts: „Wir sind noch in Gesprächen mit dem Investor und dem Träger der Kita“, erklärt Görnert jetzt.

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Bauliche und räumliche Gründe an dem Standort hätten die Verhandlungen mit Investoren von Anfang an erschwert, so Görnert, der bereits im Februar im Jugendhilfeausschuss avisiert hatte, dass man sich in den Endverhandlungen mit dem Investor befinde. Offenbar verzögert sich der Bau nun doch weiter, weil „die Verhandlungen abschließend schwierig sind“. Gestartet wird „so schnell wie möglich“, sagt Stefan Görnert Die Kita in der Eichholzer Straße soll dann 24 U3-Plätze und 53 Ü3-Plätze bieten. Mehr Platz gibt es ab dem Sommer aber auch in der Kita Forstring, wenn der Anbau eröffnet wird.

Auch an den Grundschulen wird die Stadt künftig bauen müssen: Ab 2026 gilt der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz. Für die Planungen sind bereits 4,8 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt wurden. Gestartet wird 2026 mit Klasse 1, anschließend kommt jedes Jahr eine weitere Klasse hinzu. Das dürfte vor allem für die Grundschule in Tente spannend werden, die dringend mehr Räumlichkeiten benötigt. „Wir haben das auf dem Schirm“, sagte Thomas Marner, Technischer Beigeordneter, im HuF. Es sei allerdings sinnvoll, die neuen Klassenräume mit der Erweiterung für die OGS-Plätze zusammen zu bauen.