Wermelskirchen Kaum Probleme durch die Umstellung auf Sommerzeit

Wermelskirchen · Auch wenn man es bei dem winterlichen Wetter fast nicht glauben mag: Ab morgen gilt wieder die Sommerzeit. In der Nacht werden die Uhren um 2 Uhr um eine Stunde vorgestellt. Hat die Umstellung Auswirkungen auf Mensch und Tier?

 Herbert Reul im Morbier-Uhrenmuseum.

Herbert Reul im Morbier-Uhrenmuseum.

Foto: CDU

Ortslandwirt Torsten Mühlinghaus hat etwa 100 Kühe. "Die Tiere haben sich schnell dran gewöhnt, dass sich die Zeiten für das Melken ändern", erzählt er. Die Umstellung dauere ein bis zwei Tage. In den vergangenen Jahren habe er bei der Umstellung keine Probleme gehabt. Bei der Umstellung auf Winterzeit sei es schwieriger, daran werden die Kühe langsam gewöhnt. Schließlich werden sie dann erst eine Stunde später gemolken. "Bei der Sommerzeit machen wir das von jetzt auf gleich", berichtet Mühlinghaus und fügt an: "Das Melken geht dann erst langsamer, denn Kühe haben wie der Mensch und alle anderen Lebewesen einen Rhythmus."

Auch bei den Tieren im Tierheim gibt es keine Veränderungen, wenn die Uhr umgestellt wird. "Wir füttern dann eine halbe Stunde eher oder später, je nachdem auf welche Zeit umgestellt wird", berichtet Mitarbeiterin Petra Weißmüller. Die Umstellung sei unproblematisch.

Für die meisten Menschen ist die Umstellung auf die Sommerzeit ebenfalls kein Problem. "Es ist bekannt, dass die innere Uhr Zeit braucht, um sich einzustellen", sagt Dr. Volker Launhardt, Ärztlicher Direktor im Krankenhaus Wermelskirchen. Einige Menschen seien morgens noch nicht ausgeruht und abends noch nicht müde. "Das dauert aber nur wenige Tage, viele merken von der Zeitumstellung nichts", berichtet Launhardt. Es gebe auch keine gesundheitlichen Probleme. "Man muss einfach schauen, dass man in den Rhythmus kommt."

Ein Gegner der Zeitumstellung ist seit Jahren der bergische Europapolitiker Herbert Reul (CDU). Er besuchte jetzt das Morbier-Uhrenmuseum in Düsseldorf. "Hier wird mir wieder einmal klar, wie unsinnig die Zeitumstellung ist. Sie kostet Menschen, Tiere und die Wirtschaft viel Kraft, ohne wirklich einen Nutzen zu bringen", sagt Reul.

(jeju)
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