Wermelskirchen: Karneval mit Pleitegeier Eric

Wermelskirchen : Karneval mit Pleitegeier Eric

Beim Karnevalsabend "Wir unter uns" in Dabringhausen wurden die städtische Haushaltsmisere und auch der Bürgermeister durch den Kakao gezogen. Zum Auftakt der Feier gingen bedeutsam erst mal die Lichter aus.

Manch ein Gast war wohl irritiert, als es am Samstagabend bei der Karnevalsveranstaltung "Wir unter uns" in der Mehrzweckhalle in Dabringhausen direkt zu Beginn komplett dunkel wurde.

Mit leuchtend großen Laternen zogen die Jecken Tim Tiede, Frank Rehbold und Peter Eickhoff auf die Bühne, um die Traditionsveranstaltung zu eröffnen und der ausverkauften Halle den Startschuss zum Feiern zu geben.

"Wir gehen wie mit Laternen von Tür zu Tür, um Geld für alles zu sammeln. Wir lassen uns keine Mehrzweckhalle nehmen, wir lassen uns kein Freibad nehmen und wir lassen uns auch das Feiern nicht verbieten", erklärte Moderator Tim Tiede den außergewöhnlichen Einmarsch. Und Tiede sollte Recht behalten: Auf die vielen Jecken wartete wie jedes Jahr ein volles und abwechslungsreiches Programm, wobei ein Höhepunkt dem nächsten folgte.

Viel Liebe zum Detail

Während es bei den kleinen Grunewaldern zu ersten Jubelstürmen kam, zeigten die Großen grunewalder wieder einmal viel Liebe zum Detail in ihrer Bühnenaufmachung. So segelten ein paar Gardisten friedlich ihr Schiff samt Schatztruhe auf dem Meer entlang, bis die vielen Grunewalder-Piraten die Bühne stürmten und eine wilde Schlacht um den Schatz entbrannte. Wie es sich für echte Piraten gehört, teilten sie ihre Goldtaler nicht nur mit dem Publikum, sondern hatten auch ihren eigenen Pleitegeier Eric mitgebracht. Das Publikum war begeistert von den wilden Tänzen und Gesängen auf der Bühne.

Ein etwas entspannteres Gefühl lieferten die Männer des Löher Flurschadens. Sie demonstrierten, wie eine Reise in den Urlaub aussehen kann und brachten die Stimmung in der Halle mit ihren knapp bekleideten Lifeguard-Frauen zum Überkochen. Die Männer zeigten, dass sie in ihren präsentierten Hebefiguren so manchen Tanzmariechen in nichts nachstehen. Trotzdem waren die Zuschauer beeindruckt, wie manch ein Mädchen bei den Rut-Wiessen, den Dhünnschen Jecken oder dem Grunewalder Tanzkorps umher gewirbelt wurde.

Den Höhepunkt des Abend lieferte schließlich der Einzug des Dreigestirns mit Gefolge. Dieses Jahr gab es neben den Jecken Wiewern und der Altstadtgarde noch eine besondere Überraschung: Zum ersten Mal stand auch das Blasorchester Dabringhausen auf der Bühne und spielte Karnevalshits wie "Bye, bye my love" oder "Carneval" speziell zu Ehren von Prinzessin Kirsten, die selbst Mitglied im Blasorchester ist. Mit ihren Lieder heizten Prinz, Prinzessin und Bauer die Halle zum Ende hin noch einmal richtig ein

(RP)