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Wermelskirchen: Judoka des JCW in Hamburg erfolgreich

Wermelskirchen : Judoka des JCW in Hamburg erfolgreich

Seit mehr als zehn Jahren reisen Kinder und Jugendliche des Judoclubs zum Internationalen "HT 16 Cup" nach Hamburg. Mit dem Pfingstwochenende wählen die Ausrichter ein günstiges Wochenende für eine Vereinsfahrt.

Eine wahrlich stattliche Gruppe: 41 Judoka des JC Wermelskirchen (JCW) reisten über das verlängerte Pfingstwochenende zum Internationalen "HT 16 Cup" nach Hamburg. Auf die Wettkampfmatten traten 22 mutige Athleten. Am Samstag läutete Carolin Scheida das Erfolgswochenende ein. Da es in ihrer Gewichtsklasse bis 24 Kilogramm keine Gegnerin gab, kämpfte sie in der nächsthöheren Klasse bis 26 kg mit - "und mischte die Klasse ordentlich auf", berichtet Trainerin Katrin Seide. In allen fünf Kämpfen war das Nachwuchstalent nicht zu schlagen und verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr. Als Anerkennung für ihre Leistung erhielt Caro vom Ausrichter zwei Medaillen, da sie in beiden Klassen die Beste war.

 ( Kraftvoller Einsatz: Doppelgoldmedaillengewinnerin Carolin Scheida (r.) mit Wurfansatz. ' Die starke Emma Becker in Oberlage. Obretan
( Kraftvoller Einsatz: Doppelgoldmedaillengewinnerin Carolin Scheida (r.) mit Wurfansatz. ' Die starke Emma Becker in Oberlage. Obretan Foto: Cedomir

In der Klasse bis 33 kg gingen Manon Dörner und Emma Becker für den JC an den Start. Manon unterlag durch viele Trainingsausfälle zwei Mal. Emma Becker bewies einmal mehr ihr Talent. Obwohl die Neunjährige erst seit einem Jahr Judo macht, ärgerte sie die Konkurrenz auf internationaler Ebene: Emma gewann ihren Auftaktkampf, unterlag dann aber der späteren Turniersiegerin. In der Trostrunde zeigte sie immer wieder einen guten Stand und einen eisernen Willen. So gewann sie noch zwei weitere Male. Im Kampf um Platz drei musste sich die Nachwuchslöwin knapp geschlagen geben, da die anderen vier Kämpfe Kraft gekostet hatten. "Platz fünf ist ein fantastisches Ergebnis für den Newcomer", berichtet Katrin Seide. Hannah Glauner, die Jüngste im Bunde, trat in der Klasse bis 28 kg an. Nach einer Niederlage sicherte sich Hannah die Bronzemedaille. Auch Mayla Gulich wurde Dritte. Ferdinand Harms, Clemens Müller, Phil Cabecana und Lio Meshing traten zwar entschlossen auf die Matte, konnten aber gegen die älteren Gegner noch nicht gewinnen. Auch Leopold Harms fand zögerlich in das Turnier, da er sich lange keinem Wettkampf mehr gestellt hatte. "Nach einer Niederlage drehte er aber so richtig auf. Er fand zu seinem Kampf, blieb konsequent bei der Taktik und siegte zwei Mal. So gewann er verdient die Bronzemedaille", sagt Seide.

Wermelskirchen: Judoka des JCW in Hamburg erfolgreich
Foto: seide

In der U18 hielt Lara Hartmann die Fahne des JCW hoch. Sie zollte ihrem Trainingsrückstand Tribut und unterlag. Am nächsten Tag war die U15 an der Reihe. Hanna Kalff und Lena Lenz zeigten gute Ansätze, mussten sich aber jeweils in zwei Kämpfen geschlagen geben. Besonders bitter für Hanna: In der Bodenlage drehte sie ihre Gegnerin zum Haltegriff, doch der Kampfrichter unterbrach die Situation ohne Erklärung.

Laura Lenz gewann alle Kämpfe, ehe sie im Halbfinale den Kürzeren zog. So erhielt sie die Bronzemedaille. In der männlichen U15 sorgte Timon König für eine Überraschung. Den Krimi im ersten Kampf konnte er trotz Trainingsrückstand nach fünfeinhalb Minuten Kampfzeit für sich entscheiden. Anschließend verlor er zwei Mal.

Beeindruckend war auch der Auftritt von Joshua von Tegelen, der erst durch den Herbstferienlehrgang 2017 wieder zurück zum Judo gefunden hatte. Nach einer Auftaktniederlage zeigte er viel Kampfbiss und Angriffswillen. So lieferte er sich mit seinem Kontrahenten ein Duell auf Augenhöhe. Nach sechs Minuten Kampfzeit bestimmte der Kampfrichter den anderen zum Sieger. "Für den JCler schade, aber es bleibt eine tolle Leistung", befand Katrin Seide.

Luke Cabecana konnte in einem starken Teilnehmerfeld einmal gewinnen. Fernando Meissner stellte sich besonders mutig der viel größeren und erfahrenen Konkurrenz. Er ließ sich auch von zwei Köpfen größeren Gegnern nicht einschüchtern und absolvierte zwei Kämpfe. Till Scheida unterlag nach zwei vorzeitigen Siegen im Halbfinale. Um Platz drei machte er es spannend, konnte sich aber erneut mit seiner Spezialtechnik am Boden durchsetzen. Zeitgleich lag auch Jannik Sokriko im Haltegriff oben und gewann so seinen ersten Kampf unter tosendem Applaus. Im nächsten Kampf sicherte er sich den Poolsieg. Dann gewann Jannik im Einzug ins Finale souverän. Erst im Endkampf wurde er gestoppt und belegte einen tollen zweiten Platz.

Ähnlich erging es Trainerin Katrin Seide: Sie gewann drei Mal und zog als Poolsiegerin ins Halbfinale. Dort gewann sie binnen neun Sekunden. Das Finale dauerte dann ähnlich lange, denn die starke Niederländerin beförderte Katrin im ersten Ansatz auf den Rücken. Die Silbermedaille überreichte die Betreuerin Emma Becker als Zeichen der Anerkennung für ihre Kampfleistung.

Abseits der Matten besuchte die Gruppe das Miniaturwunderland in der Speicherstadt und nutzte die gemeinsame Zeit zu Gesellschaftsspielen und Freizeitaktivitäten.

(RP)