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Jubelrufe zum Kinderstadt-Auftakt in Wermelskirchen

Ferienprojekt in Wermelskirchen : Jubelrufe zum Kinderstadt-Auftakt

Mit einem 40-köpfigen Betreuerteam starten 150 Jungen und Mädchen in das zweiwöchige Ferienprojekt der Kattwinkelschen Fabrik. Der Tanz zu dem Culcha Candela-Hit „Von allein“ ist der morgendliche Aufwacher.

Wenn 150 Jungen und Mädchen aus vollem Herzen „Ja-aaaaaa“ rufen, kann es in den Ohren schon klingeln. Bei der Kinderstadt in der Kattwinkelschen Fabrik ist das durchaus erlaubt und gewollt – vor allem, wenn der Leiter des Kinderstadt-Teams, Kolja Pfeiffer, bei der morgendlichen Bürgerversammlung fragt: „Geht‘s euch gut ?“

Dieses Ritual wird sich in der kleinen Katt-Halle  bis zum letzten Kinderstadt-Tag am Freitag, 8. Juli, jeden Vormittag wiederholen – um den Tagesablauf zu besprechen und Mitteilungen zu machen. Ergänzt wird der Auftakt in den Tag um den Kinderstadt-Tanz, den es gleich auch am Eröffnungstag gab: Auf der Bühne tanzten die beiden Leiterinnen der Kinderstadt-Tanzwerkstatt, Mara Fischer und Keyla Wood, vor – und die Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren tanzten nach. In wenigen Tagen wird die Choreographie allen in Fleisch und Blut übergegangen sein.

Um den schwungvoll-sportlichen „Aufwacher“ darf sich der 40-köpfige Betreuerstab nicht drücken, darauf achtet Kolja Pfeiffer genau: „Ihr macht mit, auch wenn ihr nicht mehr so beweglich wie die Kinder seid.“ Die wiederum zeigten zu Culcha Candela’s „Von allein“, was sie drauf hatten. Ihren Jubel kommentierte Pfeiffer mit den Worten: „Das ist hier ja wie beim FC im Kölner Stadion.“ Allerdings: Auf Frage nach dem Lieblingsverein streckten sich für Bayern München deutlich mehr Hände in die Höhe als für Pfeiffers Herzensverein 1. FC Köln.

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Das wird jedoch für das zweiwöchige Ferienprojekt der Kattwinkelschen Fabrik und damit der Stadt Wermelskirchen keine Rolle spielen, denn mit den beiden Trainerinnen Lilli und Nici wird die Kinderstadt ihre eigenen Kicker-Teams haben: eines für sechs- bis neun- sowie eines für zehn- bis zwölfjährige Fußballbegeisterte.

Am ersten Tag der Kinderstadt durfte ein Rundgang über das Areal mit Indoor- und Außenbereich nicht fehlen. Gruppenweise führten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herum, um zu zeigen, wo welche Aktionen verortet sind: von der Essensausgabe über die Kinderstadt-Bank, die Farben-Kunst- und die Ortlinghaus-Werkstatt bis hin zum Tanzstudio oder Turmbaubereich.

Nach der Corona-Zwangspause in 2020 und 2021 wäre naturgemäß ein vergleichsweise hoher Anteil der Kinder zum ersten Mal bei der Kinderstadt dabei, stellte Kolja Pfeiffer im Gespräch mit unserer Redaktion fest: „Das gilt auch für die Angehörigen des Teams.“

Erstmals zur Kinderstadt gehen zum Beispiel die Geschwister Oskar (sieben Jahre) und Frieda (neun Jahre), die ihr Großvater Frank Schindler an die Katt brachte: „Die Kinderstadt ist eine ganz tolle Sache – glücklicherweise kann sie wieder stattfinden.“ Sein Enkel Oskar hatte schon eine Ahnung, worauf er sich freut: „Auf jeden Fall möchte ich im Ton-Studio mitarbeiten, und vielleicht wird ja wieder ein Auto angemalt.“ Seine Schwester Frieda fand es besonders toll, dass ihr gleichaltrige Freundin Ylva ebenfalls mit dabei ist.

Um die Betreuung von besagtem Tonstudio kümmern sich unter anderem Sihna Maagé und Jens Olaf „Paul“ Mayland, die beide erfahrene Kinderstadt-Mitarbeiter sind. „Ich glaube, dass ich zu den Dienstältesten gehöre“, meinte Mayland: „Ich mache das immer wieder gerne. Du gehst zwar nach zwei Wochen Kinderstadtarbeit auf dem Zahnfleisch, aber es macht unheimlich Spaß und wirkt lange positiv nach.“

Das Betreuerquartett um den 52-jährigen Jens Mayland wird mit den Mädchen und Jungen den Kinderstadt-Kanal produzieren: „Darin enthalten sind viele Facetten vom Musikmachen bis hin zur Videoclip-Produktion.“ Mit Mayland aktiv ist dabei auch Denjiel Hiesdorf, der erstmals bei der Kinderstadt arbeitet: „Ich bin sehr auf die kreative Entfaltung der Jungen und Mädchen gespannt. Da werden ganz unterschiedliche Begabungen zutage treten. Obendrein haben wir ein tolles Kollegenteam.“