Wermelskirchen: Jetzt noch Ausbildung sichern

Wermelskirchen : Jetzt noch Ausbildung sichern

Viele Jugendliche haben noch immer keinen Ausbildungsplatz gefunden. Gleichzeitig gibt es aber immer noch einige offene Stellen. Wer Interesse hat, sollte sich umgehend bewerben. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

Das Ausbildungsjahr läuft seit einer Woche. Manche jungen Leute sind jetzt verzweifelt: Sie haben bislang keine Ausbildungsstelle gefunden. Dabei gibt es zurzeit immer noch offene Stellen. Im Bereich der Geschäftsstelle Wermelskirchen waren bei der Agentur für Arbeit Ende Juli von anfangs 281 Ausbildungsstellen noch 78 Stellen unbesetzt. Auf der anderen Seite waren 90 Jugendliche bei der Arbeitsagentur registriert, die noch keine Lehrstelle gefunden hatten. Im gesamten Agenturbezirk gibt es noch 856 freie Stellen und 1060 Bewerber.

Schmeckt die Tomatensuppe? Der Auszubildende Henrik Müller und Betriebsleiter Dietmar Zander in der Küche des Seminar- und Freizeithotels "Große Ledder" in Dabringhausen. Foto: Hans Dörner

"Die Zahlen können sich täglich ändern. Es ist viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Es gibt auch Stellen, die nicht bei uns gemeldet sind", sagt Claudia Zimmermann, Sprecherin der Agentur für Arbeit Köln. Sie rät jungen Leuten, sich bei Interesse an einer Stelle so schnell wie möglich zu bewerben. Obwohl das Ausbildungsjahr schon begonnen hat, stellen manche Unternehmen auch noch zum 1. September oder auch zum 1. Oktober Azubis ein. Es gebe viele Jugendliche, die sich zu spät um einen Ausbildungsplatz kümmern, die nach der Schule das Thema Ausbildung vor sich herschieben. "Jetzt ist es allerhöchste Zeit, es ist aber noch nicht zu spät", betont Zimmermann.

Berufsberatung ist sinnvoll

Bevor Jugendliche ihre Bewerbungen abschicken, sollten sie bei den jeweiligen Unternehmen anrufen, ob die Ausbildungsstelle überhaupt noch frei ist. Zimmermann rät den jungen Bewerbern, im Vorfeld die Arbeitsagentur zu kontaktieren und einen Termin für eine Berufsberatung zu vereinbaren. Sollte es in diesem Jahr doch nicht mit einer Ausbildung klappen, sollten die jungen Leute das Jahr sinnvoll überbrücken. Die Arbeitsagentur bietet berufsvorbereitende Maßnahmen. Zehn Monate lang erhalten die Jugendlichen dabei Hilfe von der Agentur für Arbeit auf dem Weg, eine passende Lehrstelle zu finden.

(RP)