Wermelskirchen: Janz Dawerkusen is jeck!

Wermelskirchen : Janz Dawerkusen is jeck!

Was für ein jeckes Bild: 624 Teilnehmer, elf Festwagen, 19 Fußgruppen und elf Bagagewagen schlängelten sich am Rosenmontag gleich zweimal durchs Dorf und begeisterten die Narren.

Auch wenn der Himmel grau und bedeckt war, passte pünktlich zum Start des Rosenmontagszuges in Dabringhausen alles: kein Regen, und Temperaturen, die sich mit knapp unter zehn Grad als straßenkarnevalsfreundlich erwiesen. Selbst der Wind störte die Narren nicht, denn die schunkelten und jubelten sich warm.

Mit blumigen und grasgrünen Verkleidungen erwiesen sich zwei der 19 Fußgruppen als karnevalistische Vorboten des Frühlings. Unter dem Motto "Dhünntalschule, das sind wir - 'kuhle' Kinder grasen hier" lief die 45 Personen starke Truppe mit. Sie waren grasgrün gekleidet, trugen teils passend leuchtende Perücken und hatten sich die Gesichter grün geschminkt. Und mitten unter ihnen eine Kuh: So erwies sich die Gruppe als symbolische Wiese, auf der die Kinder fantasievoll ihren Auslauf haben.

Zylinder, auf denen strahlend gelbe Blumen wuchsen, trugen die Mitglieder vom Seniorenpark "Carpe Diem" in Dabringhausen auf dem Kopf. Sie marschierten nicht nur mit 58 Teilnehmern in einer Fußgruppe mit, sondern hatten zudem einen stolzen Festwagen dabei.

An der Spitze bildete die Karnevalsgesellschaft "Noh bei Kölle" den Auftakt des Rosenmontagszuges, der sich mit 624 Teilnehmern, elf Festwagen, 19 Fußgruppen und elf Bagagewagen zwei Mal über die Altenberger Straße schlängelte. Erstmals dabei waren die "Katt Kids" vom Kinder- und Jugendbereich der Katt sowie das neu gegründete "Jecke Trüppchen" mit 24 Personen auf einem rot-weißen Festwagen.

Den Schlusspunkt aus Fuß- und Tanzgruppen sowie Festwagen setzte das Dabringhausener Dreigestirn mit Peter III. sowie Prinzessin Theresa und Bauer Frank, die auf ihrem Prunkwagen tatkräftig von Bürgermeister Rainer Bleek unterstützt wurden. Ohne die zahlreichen Gruppen und Cliquen am Zugweg, die sich für den Rosenmontagszug verabreden und treffen, wäre das närrische Treiben nur halb so lustig. So hatten sich neun Nachbarn vom Drosselweg mit selbstgebastelten Kostümen als "Drosselweger Achterbahn" verkleidet und zogen viele bewundernde Blicke auf sich.

Im Kreis von 20 Freunden und Verwandten feierte Nina Neven am Zugweg ihren 30. Geburtstag. Sie lachte: "Das haben sich meine Eltern vor 30 Jahren doch genau überlegt, dass ich diesen runden Geburtstag ausgerechnet am Rosenmontag 2017 feiern kann."

Am Ende des fast dreistündigen Spektakels blickte Zugleiterin Elke Fröhlingsdorf auf einen gelungenen Höhepunkt des Straßenkarnevals zurück. "Es herrscht Super-Stimmung, wir haben schönes Wetter, und es hat alles wie vorgesehen ohne Pannen funktioniert. Obendrein blieb das ganze Geschehen friedlich." Ähnlich bilanzierte der städtische Beigeordnete Jürgen Graef, der mit Ordnungsamtsmitarbeitern vor Ort war, die Veranstaltung: "Es gibt nichts, wo man sich Gedanken drüber machen müsste."

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(RP)