Jahrgangsstufentreffen in Wermelskirchen Abiturienten treffen sich nach 25 Jahren

Wermelskirchen · Mehr als 50 ehemalige Gymnasiasten erkundeten beim Jahrgangsstufentreffen ihre alte Schule. 52 der insgesamt 82 ehemaligen Abschlussschüler waren gekommen und schwelgten in Erinnerungen.

 Klassenfoto auf der Treppe vor der alten Schule: 25 Jahre nach ihrem Abitur trafen sich die Abiturienten von 1999 wieder.

Klassenfoto auf der Treppe vor der alten Schule: 25 Jahre nach ihrem Abitur trafen sich die Abiturienten von 1999 wieder.

Foto: Theresa Demski

Für viele von ihnen ist es die erste Rückkehr nach 25 Jahren: Als die ehemaligen Abiturienten am Samstagnachmittag durch die Flure und Klassenräume des Gymnasiums schlendern, kommt ihnen trotzdem vieles sehr vertraut vor. „Es hat sich gar nicht so viel verändert“, stellt Sabrina Ollig fest. Und auch Patrick Incorvaia erinnert sich schnell an alte Klassenräume und Klassenarbeiten, an die Zeugnisvergabe und Pausensituationen.

„Wir freuen uns über die Möglichkeit, 25 Jahre nach unserem Schulabschluss noch mal einen Rundgang durch die Schule machen zu können“, sagt er und richtet ein Dankeschön an die heutige Schulleiterin Elvira Persian, die sich am Samstagnachmittag die Zeit für den Abijahrgang 1999 und einen Rundgang durch das Gebäude nimmt.

Insgesamt 52 der 82 ehemaligen Abschlussschüler sind zum Jahrgangsstufentreffen gekommen. „Die hohe Teilnehmer-Zahl spiegelt den guten Zusammenhalt in unserer Stufe wieder“, sagt Incorvaia, als sich die ehemaligen Abiturienten auf der Treppe vor dem Gymnasium aufstellen. Sie haben das alte Abschlussfoto aus der Abizeitung hervorgeholt und stellen das Bild an gleicher Stelle noch mal nach. „Allerdings haben sich manche von uns doch ziemlich verändert“, sagt Torsten Tritscher. Beim großen Wiedersehen habe man gelegentlich zweimal hinschauen müssen, um den ehemaligen Mitschüler wieder zu erkennen. Zumal das letzte Jahrgangsstufentreffen vor 15 Jahren stattgefunden hat und viele der ehemaligen Sitznachbarn Wermelskirchen verlassen haben und nicht zurückgekehrt sind. Etwa ein Drittel der Absolventen von 1999 würde heute wieder in Wermelskirchen leben, schätzen Incorvaia und Tritscher bei einem Blick in die große Runde. Andere hat es in die ganze Republik verstreut. Die weiteste Anreise hat am Samstagnachmittag Jan Streuff, der aus dem schwedischen Uppsala zurück ins Bergische gekommen ist.

Auch die ehemalige Jahrgangsstufenleiterin Rita Kreutzer ist zum Klassentreffen gekommen. „Das mache ich sonst nicht“, sagt die pensionierte Lehrerin, „aber dieser Jahrgang war etwas Besonderes.“ Sie erinnere sich an diskussionsfreudige und kritische Schüler. „Das war ein ganz engagierter Jahrgang mit vielen kreativen Köpfen“, sagt sie

Und auch die ehemaligen Abiturienten erinnern sich als estes an die kreativen Tage rund um das Abitur. „Das waren tolle Wochen“, sagen Incorvaia und Tritscher. Aus den Feierlichkeiten rund um das Abitur sei damals die A cappella-Gruppe „Bass und Besser“ hervorgegangen, die auch noch nach dem Schulabschluss von sich reden machte. Es habe auch eine eigene, unvergessene Jahrgangsstufen-Boyband gegeben, die während der Abi-Zeit gleich mehrfach auf der Bühne gestanden habe: die Beachpoolboys. „Und wir waren der letzte Abijahrgang im alten Jahrtausend“, erinnern die beiden. Incorvaia deutet auf das alte Abi-T-Shirt, das er zum Jahrgangsstufentreffen trägt: „Die Ritter der Abirunde – auf dem Kreuzzug ins Leben“.

Im Laufe des Abends – den der Abschlussjahrgang 1999 im benachbarten Katt-Bistro verbringt – werden viele Erinnerungen zusammengetragen. An die Skifahrt nach Obertauern, an ehemalige Lehrer und an Szenen aus dem Klassenzimmer. „Es sind viele gute Erinnerungen“, stellen Patrick Incorvaia und Torsten Tritscher fest – und treffen auf große Zustimmung.