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Inzidenz Rheinisch-Bergischer Kreis: Lockerungen vielleicht ab Freitag

Inzidenzwert weiter unter 100 im Kreis : Lockerungen vielleicht ab Freitag

Die Kreisverwaltung macht für Außengastronomie keine klaren Aussagen. Wieder drei Neuinfizierte in Wermelskirchen. Kinder und Mitarbeiter der Kita Jörgensgasse sind in häuslicher Quarantäne.

Die Verärgerung mancher Café-Betreiber aus Wermelskirchen über die Auskünfte von Ansprechpartner im Kreishaus ist nachvollziehbar. Die Frage, wann sie angesichts der sinkenden Inzidenzwerte denn vielleicht öffnen könnten, wird ausschließlich mit einem Achselzucken im Kreishaus beantwortet, teilten sie uns am Montag mit. Rein rechnerisch, so die Antwort des Kreises auf eine Anfrage dieser Redaktion, sei frühestens ab Freitag mit Lockerungen zu rechnen. Das müsse aber die Landesregierung per Allgemeinverfügung bekanntgeben. Damit soll laut Kreis frühestens Mitte der Woche zu rechnen sein. Das ist für alle, die gern die Außengastronomie zeitnah anbieten würden, dann ein äußerst sportlich-logistische Aufgabe.

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt im Rheinisch-Bergischen Kreis bei 78,4. Damit ist der Wert von drei Werktagen unter 100 erreicht, fünf müssen es sein, damit Lockerungen in Kraft treten. Bleibt die Inzidenz weiter unter 100, dürften ab Freitag dann Lockerungen greifen. Das aber entscheidet nicht der Kreis, sondern das Arbeitsministerium. Wann die ihre Verfügung herausgeben, ist angesichts der Erfahrungen aus der Vergangenheit schwer einzuschätzen. Der Kreis verspricht, darüber „frühzeitig zu informieren“ – in welcher Form, sagt er nicht.

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Wenn es zu Lockerungen kommt, heißt das: Keine Ausgangsbeschränkungen mehr, wenn die Wocheninzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen stabil unter 100 liegt. Außerdem ist dann unter anderem die Öffnung der Außengastronomie für Getestete, Geimpfte und Genesene wieder erlaubt; Geschäfte, die nicht Grundversorgung sind, können zudem für eine begrenzte Anzahl an Kunden mit negativem Testergebnis, Geimpfte und Genese wieder öffnen.

Vor einem Monat hat der Kreis sich dazu durchgerungen, endlich die Luca-App einzuführen. Damit wäre eine digitale Nachverfolgung möglich. In den letzten vier Wochen hat es die Kreisverwaltung aber immer noch nicht geschafft, diese wichtige Rahmenbedingung während der Corona-Pandemie einzurichten. Wann die nun eingeführt wird, lässt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung offen.

Nun hat es auch die städtische Kita Jörgensgasse zum zweiten Mal erwischt: Alle Kinder und Mitarbeiter sind nach Corona-Fällen bis zum 20. Mai in Quarantäne geschickt worden. Aktuell gibt es in Wermelskirchen drei weitere bestätigte Corona-Fälle – kreisweit meldet das Gesundheitsamt 34 weitere Fälle. 703 Personen sind aktuell infiziert, darunter 108 Personen in Wermelskirchen. In Quarantäne befinden sich 1509 Bürger, darunter 287 in Wermelskirchen.

In den Schnellteststellen im Kreisgebiet wurden am Sonntag 1619 Corona-Antigentests durchgeführt, wovon zwei Testergebnisse positiv waren. Von der Kassenärztlichen Vereinigung gibt es immer noch keine aktuelle Zahl der Impfungen. Auf der Homepage des Kreises steht immer noch die Zahl von Freitag: 131.617. Das war eine Impfquote von 38 Prozent.