Kommentar: Integration schon im Kindesalter

Kommentar : Integration schon im Kindesalter

Das Bewusstsein den Menschen mit Behinderung gegenüber hat sich gewandelt – zumindest mag es in der Öffentlichkeit so scheinen. Denn die Behinderten haben durch die Lebenshilfe eine Lobby bekommen, die es geschafft hat, die Behinderten aus ihrem Schattendasein zu holen und mehr und mehr zu integrieren.

Viel Positives ist geschehen, und das in relativ kurzer Zeit, wenn man die unrühmliche deutsche Vergangenheit erinnert, wie mit behinderten Menschen in unserem Lande umgegangen worden ist. Doch das Optimum ist noch noch nicht erreicht. Öffentlich trauen sich die meisten zwar nicht mehr, mit Fingern beispielsweise auf ein behindertes Elternpaar oder auf einen behinderten Mitschüler zu zeigen. Aber unterschwellig gibt es sie noch, die "Stammtischtäter" und die üblen Redenschwinger. Deshalb ist noch viel zu tun, und der beste Ansatz wären tatsächlich Kindergärten und Schulen. Denn wenn in frühestem Alter die Integration, das gemeinsame Leben und Erleben mit Behinderten, schon zum Normalfall wird, dann dürfte es eigentlich irgendwann auch keine dummen und drittklassigen Erwachsenen mehr geben, die Behinderte als Menschen zweiter Klasse betrachten.

(RP)
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