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Innenminister Herbert Reul war beim Klassentreffen in Wermelskirchen

1984er-Abiturjahrgang in Wermelskirchen : Klassentreffen mit Herbert Reul

Der 1984er-Abiturjahrgangs traf sich im Bistro der „Katt“.

) Sogar sieben der ehemaligen Lehrer folgten der Einladung: 35 Jahre nach ihrem Abitur am Wermelskirchener Gymnasium trafen sich 55 ehemalige Schülerinnen und Schüler des 1984er-Abschlussjahrgangs zu einem Wiedersehen. Zu den Gästen der einstigen „Pauker“ zählte auch prominenter Besuch – Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kam ebenso in das Bistro der Kattwinkelschen Fabrik. Der Leichlinger Christdemokrat, der in den Jahren vor seiner Berufung in das Kabinett von Ministerpräsident Armin Laschet unter anderem CDU-Generalsekretär und Abgeordneter im Europaparlament war, unterrichtete einst am Gymnasium unter anderem Sozial- und Erziehungswissenschaften.

Herbert Reuls Besuch des Jahrgangsstufentreffens blieb im Vorfeld ein wohlgehütetes Geheimnis, denn nur so konnte der Innenminister einmal abseits vom politischen Tagesgeschäft ohne Sicherheitskräfte in seinem Gefolge ganz privat unterwegs sein, wie Jens Raffelsiefen, der das Treffen mit Pasquale Schulte und Ute Dörken organisiert hatte, verriet. In positiver Erinnerung hat Astrid Ludwig ihren einstigen Pädagogik-Lehrer: „Herbert Reul war ein guter und fairer Lehrer.“

Neben Reul waren die ehemaligen Lehrer Horst Halm, Barbara Willwater, Reinhard Mühle, Hubert Jachowski, Peter Hedt und Wolfgang Lindner, Vater des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindners, zu Gast.

„Wir haben heute Abend kein sonderlichen Programm zusammengestellt, dazu gibt es erfahrungsgemäß viel zu viel zu erzählen“, sagte Jens Raffelsiefen, der mit den Organisatoren eine Leinwand-Präsentation mit alten Fotos aus Schulzeiten zusammengestellt hatte. Damit wurden Erinnerungen an Schulfahrten nach Berlin, Oxford oder Paris wach. Unvergessen ist die Fahrt im Rahmen eines Schüleraustauschs in Wermelskirchens Partnerstadt Loches. „Damals haben wir die aufkommende Neue Deutsche Welle und die Musik von Bap nach Frankreich gebracht“, erzählte Martina Macholl. Der 1984er-Abiturjahrgang bestand damals aus 110 Schülerinnen und Schülern, vor der Oberstufenzeit aufgeteilt in vier Klassen. „Die großen Themen dieser Zeit waren der Kalte Krieg, der Saure Regen und die Anti-AKW-Bewegung“, blickte Jens Raffelsiefen zurück: „Wir hatten fast alle einen ‚Atomkraft – Nein danke‘-Button am Jackenrevers.“