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Innenminister bringt Polizeiauto mit

Wunschbaum-Aktion der Stadt Wermelskirchen : Innenminister bringt Polizeiauto mit

Herbert Reul schaut vorbei und gibt ein Geschenk für die Wunschbaum-Aktion ab. Es geht an einen zehnjährigen Jungen. Die WNKUWG-Bitte um Unterstützung zur Einrichtung eines Radwegs an der L101 hat er aufgenommen.

Ein zusammenbaubares Auto eines bekannten Spielsteine-Herstellers soll es sein, das sich ein zehnjähriger Junge aus Wermelskirchen am Weihnachts-Wunschbaum im Rathausfoyer zum Fest wünscht. Dieser Wunsch wird in Erfüllung gehen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul brachte das Geschenk persönlich im Rathaus vorbei und überreichte es Bürgermeisterin Marion Lück, die derzeit die Präsente der Wunschbaum-Aktion in ihrem Büro sammelt. „Da steht schon ein ziemlich hoher Stapel – allzu viel Platz ist da gerade nicht mehr“, stellt die Bürgermeisterin mit einem Lachen fest. Das verwundert nicht, denn alle bisher an der geschmückten Nordmanntanne platzierten Wunschkarten sind vergriffen – die Schenkbereitschaft ist groß.

380 Wunschkarten wurden über den Kinderschutzbund und den Verein Radieschen an Kinder aus finanziell schlecht gestellten Familien verteilt, 280 wurden mit einem Wunsch versehen eingereicht. „Herrlich. Eine tolle und einfache Idee, die ein Gefühl von Weihnachten vermittelt“, lobte der NRW-Innenminister, der aus Leichlingen stammt und unlängst zum Kandidaten der Christdemokraten für die Landtagswahl 2022 gewählt wurde, die Aktion. „Wir haben sogar einen Absender vom Innenministerium daran gemacht“, wies Reul auf ein am Geschenkband befestigtes Polizeiauto-Radiergummi in Blau-Silber hin.

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Trotz zahlreicher Termine und Besprechungen wegen der aktuellen Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung fand der NRW-Innenminister die Zeit für seine Stippvisite in Wermelskirchen: „Ich versuche immer, möglichst wenig Termine ausfallen oder verschieben zu lassen.“ Angesichts des eng getakteten Zeitplans sei bei ihm die Vorweihnachtsstimmung noch nicht so richtig angekommen, meinte Reul: „Unsere Töchter haben einen Adventskalender für uns gemacht. Als meine Frau zu mir sagte, dass ich das erste Türchen öffnen sollte, war ich erst mal völlig baff – da bin ich noch gar nicht.“ Nachdem er sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, ging es für Herbert Reul direkt zurück nach Düsseldorf, wo ein Gespräch mit dem NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper auf ihn wartete.

Auf Anfrage unserer Redaktion kommentierte Reul einen an ihn gerichtete Brief von WNKUWG-Fraktionschef Henning Rehse mit der Bitte, er möge sich für einen Radweg an der L101 einsetzen: „Dazu habe ich Rainer Deppe mit eingeschaltet. Das fällt ja nicht in meine Zuständigkeit, da brauchen wir Fachleute und das ist nicht so einfach. Aber wir kümmern uns.“

Die Geschenke für die Wunschbaum-Aktion sollen bis zum 13. Dezember im Rathaus abgegeben werden. Anhand von Nummern auf den Wunschkarten, die an das Paket zu befestigen sind, können die Initiatoren die Präsente, die unter anderem über die Tafel ausgegeben werden, dem jeweiligen Kind zuordnen.