Wermelskirchen: "In die Busse, fertig los"

Wermelskirchen: "In die Busse, fertig los"

Sonderbusse starten am 17. März in die Saison: Der Fahrradbus rollt bereits ab 9 Uhr. Der Wanderbus bietet fünf Sitzplätze mehr als bisher. Der Fahrplan gilt samstags, sonntags, an Feiertagen und teilweise auch an Brückentagen.

Der Bergische Wander- und Fahrradbus sollen ihre Erfolgsgeschichte ab dem 17. März fortschreiben. Dann startet die neue Saison, die an die erneute Steigerung der Fahrgastzahlen beim Wanderbus (2017: 4046) und den mit 2106 Passagieren im Fahrradbus trotz mäßigen Sommerwetters gelungenen "Probelauf" von Juli bis November vergangenen Jahres. "Diese Zahlen und Erfahrungen lieferten uns die Basis für die weitere Aufstellung des Angebots", sagte Reinhard Haase, Amtsleiter für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beim Rheinisch-Bergischen Kreis, bei der Vorstellung der Pläne für die neue Saison in Altenberg. So startet die erste Fahrt des Fahrradbusses, der zwischen Marienheide und Opladen verkehrt, bereits um 9 Uhr in beiden Richtungen.

"Beim Fahrradbus waren abgesehen von der zusätzlichen, ersten Fahrt kaum Veränderungen nötig. Das gilt ebenso für den erfolgreichen Wanderbus", erläuterte Udo Wasserfuhr, Prokurist bei Regionalverkehr Köln (RVK). Die RVK stellt gemeinsam mit der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft sowie dem Verkehrsbetrieb Wupper-Sieg (Wupsi) für den Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis und die Stadt Leverkusen die Wander- und Fahrradbuslinie auf die Räder. Bei den Bussen handelt es sich um reguläre ÖPNV-Linien, weshalb die regulären Fahrpreise inklusive Sondertarife wie beispielsweise Monatskarten gelten. Beim Fahrradbus fallen zusätzlich 2,90 Euro für den Transport des Drahtesels oder E-Bikes auf dem Anhänger an. "Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass keine Reservierungen möglich sind, denn die sind im ÖPNV nicht gestattet", betonte Wasserfuhr, der Wander- und Fahrradbus als Kür für die Verkehrsunternehmen neben den Pflichten des Berufs- und Schülerverkehrs bezeichnete.

Vom 17. März bis zum 1. November fahren die beiden Buslinien samstags, sonntags und an Feiertagen. Der Wanderbus ist zusätzlich an drei Brückentagen (Montag vor dem 1. Mai sowie an den Freitagen nach Christi Himmelfahrt sowie Fronleichnam) unterwegs. Auf April dürfen sich die Wanderer freuen, die gerne den Wanderbus nutzen, aber schon erlebt haben, dass der Bus voll besetzt war: Ab dann kommen nämlich zwei neu bestellte Fahrzeuge zum Einsatz, die anstatt der bisherigen 24 nunmehr 29 Plätze bieten. Größere Fahrzeuge können nicht zum Einsatz kommen, weil gerade auf Wermelskirchener Stadtgebiet Engpässe in Maria in der Aue oder an der Straußenfarm in Emminghausen ein Durchkommen unmöglich machen würden. Wie am Rande der Saisonvorstellung herauskam, gibt es noch einen weiteren "Knackpunkt" für den Wanderbus: Am Wochenende ist rund um das Eifgenstadion während der Fußballspiele wegen geparkter Autos kaum ein Durchkommen möglich, weshalb er oft an der Dhünner Straße hält und nicht wie vorgesehen am Wanderplatz Eifgen.

Florian Leßke, Wirtschaftsförderer der Stadt Wermelskirchen, hob die Bedeutung von Wander- und Fahrradbus hervor: "Das lockt viele Besucher, auch wenn wir nicht wie Altenberg eine klassisches Touristenmagnet sind." Das Angebot sei Standort- und Wirtschaftsförderung: "Das muss so sein, denn es kostet ja Steuergelder." Leßke weiter: "Schön ist, dass da auch die Gastronomie aufspringt." So habe beispielsweise das Hotel "Zum Schwanen" eine Kooperation mit dem Zweiradhaus Lambeck entwickelt, wodurch sich Übernachtungen, Fahrradausleihe, Stellplätze, Routeninformationen und Lunchpakete in Kombination aus einer Hand buchen lassen.

Landrat Stephan Santelmann: "Wir sprechen damit eine Einladung an die Menschen in der Nachbarschaft aus - in die Busse, fertig, los!"

(sng)