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Impfung in Verwaltung angelaufen

Corona in Wermelskirchen : Impfung in Verwaltung angelaufen

Die Bürgermeister aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Landrat mahnen im gemeinsamen Brief an den Ministerpräsidenten Armin Laschet Impfung von Lehrern an weiterführenden Schulen an.

Die Bürgermeister der Städte im Rheinisch-Bergischen Kreis und der Landrat kritisieren jetzt in einem gemeinsamen Brief an den Ministerpräsidenten Armin Laschet die aktuelle Impfkampagne des Landes. Denn: Während in Köln und Leverkusen den Lehrern der weiterführenden Schulen ein Impfangebot gemacht wird, ist dies im Rheinisch-Bergischen Kreis nicht möglich. Denn in den Großstädten, so heißt es im Brief, gebe es angesichts der demografischen Struktur und einer nicht unerheblichen Zahl von Impfverweigerern offenbar ausreichend viele überzählige Impfdosen.

Die Unterzeichner des Briefes fordern den Ministerpräsidenten auf, bei der aktuellen Verteilung der Impfdosen zu berücksichtigen, dass es in Landkreisen kaum Impfverweigerer gebe und ein hoher Altersdurchschnitt zu verzeichnen sei. „Wir machen uns große Sorgen um die politische Vermittelbarkeit der aktuellen Impfkampagne“, heißt es in dem Schreiben. Denn Lehrer an Grund-, Sonder- und Förderschuzlen gehören zur sogenannten Prio-Gruppe 2 und werden geimpft, während Lehrer von weiterführenden Schulen der Prio-Gruppe 3 zugeordnet worden sind. Deshalb werden sie noch nicht geimpft.

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Wie aber sieht die Impfsituation im öffentlichen Dienst in Wermelskirchen aus? Die Übersicht hat Thomas Marner. Der Technische Beigeordnete ist seit dem ersten Tag der Corona-Pandemie Leiter des örtlichen Krisenstabes. „Auf die Impfung von Grundschul- wie Sonderschullehrer hat die Stadt keinen Einfluss. Das ist Sache des Kreises“, so Marner im Gespräch mit dieser Redaktion. Seinen Informationen nach seien diese Lehrer geimpft während des Präsenzunterrichts vor Ostern. „Das dort dauerhaft arbeitende Personal der Stadt wie Sekretariate und Hausmeister werde von der Stadt geimpft. Das ist vom Land so angeordnet.“

Informationen über die Impfsituation an weiterführenden Schulen hat er nicht. Seines Wissens seien die Lehrer nicht geimpft. Was ihn aber auch persönlich aufregt: „Die Abschlussklassen haben Präsenzunterricht. Auch diese Lehrer sind nicht geimpft. Ich kann die Verärgerung der Bürgermeister über die Landesimpfkampagne nachvollziehen.“

Inzwischen sind auch schon viele Mitarbeiter in der Stadtverwaltung geimpft worden. So der komplette Rettungsdienst und die Feuerwehr (“wir haben da eine hohe Quote“), ebenso die Erzieherinnen und die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes, die auf Kontrollgängen sind. Geimpft seien ebenso die Kollegen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (“sie müssen in die Familien“), ebenso Mitarbeiter, die die Flüchtlinge und Obdachlosen betreuen. Außerdem natürlich Risikopatienten unter den städtischen Mitarbeitern oder solcher, die Kontaktpersonen sind. „Das alles ist strikt nach den Landesvorgaben und der Priorisierung umgesetzt worden“, so Marner.

Die Verwaltungsspitze (Bürgermeisterin und die beiden Beigeordneten) sind nicht geimpft. Auch Marner als Krisenstab-Leiter nicht. Andere Führungskräfte wie zum Beispiel Amtsleiter seien nicht unbedingt geimpft. „Führungskraft wie ein Amtsleiter zu sein ist generell kein Privileg für eine Impfung“, so Marner.