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Wermelskirchen: Im Dorf geht's wieder närrisch zu

Wermelskirchen : Im Dorf geht's wieder närrisch zu

Über 600 Jecken bei der Proklamation des neuen Dreigestirns.

Dabringhausen außer Rand und Band! Zum 15. Mal feierte das Dorf in der ausverkauften, schön geschmückten Mehrzweckhalle die Proklamation des neuen Dreigestirns. Wie lange mögen die Vorbereitungen für das minutiös geplante und bestens organisierte Fest wohl gedauert haben? Andreas Posingies, Pressesprecher des Festausschusses, schmunzelte: "Seit einem Jahr genau, und schon geht die Planung ab morgen für die Session 2015/2016 los."

Auf rund 600 schätzte er die Besucherzahl am Abend, während Security und die Damen an der Abendkasse noch fleißig mit dem Einlass neuer Gäste beschäftigt waren. Altersgemischt gestaltete sich das närrische Treiben und bunt gemischt die vielen Kostümierungen. Mit Stolz verwies Posingies auf die Mitwirkung der angeschlossenen Vereine. Seien es die brillant choreografierten Gesangs- und Tanzeinlagen auf der Bühne oder die unerlässliche Mitwirkung der Vereinsmitglieder beim Auf- und Abbau und bei der Hilfe zum reibungslosen Ablauf des wunderbaren Abends. "Das sind alles eigene Kräfte, eigene Gruppen. Die sind alle von hier! Karneval sind wir Dabringhauser eine große Familie." Die Helfer des "Dabringhauser Allerlei" umsorgten die Gäste mit kulinarischen Leckereien. Und während die "Löher Männer" mit Bravour seit dem frühen Abend kellnerten, gestalteten alternierend die "Löher Jugend", die "Löher Frauen", das heimische "Blasorchester", die "Dhünnschen Jecken", "Rut-Wiess" und die verschiedenen Tanzgruppierungen der "Grunewalder" fantastische Bühnendarbietungen.

Würdevoll wurde das alte Dreigestirn von "Zausel" und der Altstadtgarde auf die Bühne geleitet und, traditionell mit blauem Hut versehen, in den "Ruhestand" verabschiedet. Eine Stunde später, um 21.24 Uhr, geleiteten die "Jecke Wiewer" und die stattliche Altstadtgarde unter anheizenden Sambaklängen auf die Showbühne. Auf den Stühlen stehend klatschte das Publikum rhythmisch mit, und Prinz "Daniel I." (Daniel Fischer), Jungfrau "Holgi I" (Holger Schüller) und Bauer "Roger I" (Roger Rehbold) bützten sich durch die Reihen. Stolz und mit sichtlicher Freude nahm das Trio Zepter, Spiegel und Schlüssel als neues Dreigestirn die fünfte Jahreszeit entgegen. Bürgermeister Eric Weik, zum elften Mal Proklamator, übergab das Zepter: "Ich bin jetzt die Verantwortung für das tollste Dorf, was es gibt, los."

Prinz Daniel sorgte schnell für die erste "Verfügung": Bis Aschermittwoch sollen alle Neugeborenen mit "4711" getauft und die Marmorplatten des Rathauses für die dringend benötigte Straßensanierung verwendet werden. Jeder Schäfer im Dorf habe ein schwarzes Schaf zu halten und die einzige Ampel in Dabringhausen habe nur noch "rut-wiess" zu leuchten. Na denn: "Dawerkusen - Prinzengarde - Festausschuss - Alaaf."

(RP)