Ansichtssache: Heizungsausfall in Schwanenschule ist ein Alarmzeichen

Ansichtssache: Heizungsausfall in Schwanenschule ist ein Alarmzeichen

Die Prioritätenliste zu anstehenden Maßnahmen in und an städtischen Gebäuden sollte auf den Tisch. Wer die Substanz vernachlässigt, riskiert größere Schäden und höhere Kosten.

Ganz überraschend war es nicht, als die Heizung der Schwanenschule vergangenes Wochenende ausfiel. Sie ist alt, sollte ohnehin ausgetauscht werden. Bei der jüngsten Wartung war zwar noch alles in Ordnung, aber ältere Heizungen geben meist plötzlich den Geist auf - bevorzugt im frostkalten Winter. Wie gut und erfreulich, dass andere Schulen sogleich bereit waren, Klassen aufzunehmen. Die Verwaltung reagierte schnell und sorgte für Ersatz - nur ein Tag war der Unterricht ausgefallen.

Die Schwanenschule ist nur ein Beispiel von zahlreichen, dass es bei städtischen Immobilien dringenden Sanierungsbedarf gibt. Die Stadt muss handeln, will sie nicht einen dramatischen Werteverzehr riskieren. Kleinere Schäden nicht zügig zu beseitigen, kann am Ende zu großen Schäden führen, die aufwendig und damit kostenträchtig beseitigt werden müssen.

Schulen, Turnhallen und das Rathaus - mit einem undichten Dach - kamen in der Vergangenheit immer wieder in die Negativschlagzeilen, weil eigentlich längst hätte gehandelt werden müssen - auch wenn es einer Kommune in der Haushaltssicherung schwerfällt. Es muss eine Bestandsaufnahme erfolgen und aufgezeigt werden, welche Immobilie wann und wie auf Vordermann gebracht werden. Mit dem neuen Leiter des Gebäudemanagement - die Stelle war einige Zeit vakant - dürfte es in personeller Hinsicht leichter zu bewerkstelligen sein, eine Prioritätenliste zu erstellen.

  • Wermelskirchen : Bewegte Schule ausgezeichnet

Jetzt wird es ernst mit dem neuen Parkraumkonzept. Wird es umgesetzt, kehren ähnliche Verhältnisse wie in einer Großstadt ein, wo kostenloses Parken in der City seit Jahrzehnten nicht möglich ist. Der Ansatz, mehr Kurzzeitparkplätze im Kernbereich der Stadt zu schaffen, ist gut und richtig: Zum einen profitieren die Autofahrer selbst, weil sie eher die Chance haben, einen freien Parkplatz zu finden und der Parksuchverkehr damit abnehmen dürfte. Zum anderen ist es auch im Sinne der Geschäftsinhaber, dass es mehr Umschlag auf den einzelnen Plätzen gibt und sie nicht durch Fahrer mit längerer Parkdauer blockiert werden. Die kleine bittere Pille: Das Parken am Bürgerzentrum wird kostenpflichtig, es sollen zwei Parkscheinautomaten aufgestellt werden. Das Konzept wird nach der Umsetzung allerdings nur den gewünschten Effekt bringen, wenn das Parken stärker und engmaschiger überwacht wird.

Großes Aufatmen in Wermelskirchens Forstrevieren. Für Waldbesucher sah es nach dem Orkan Friederike zwar stellenweise wüst aus, aber die Schäden halten sich dennoch in Grenzen. Der Wald ist nicht nur ein Naherholungsraum, er wird frostwirtschaftlich genutzt. Durch Holzverkauf sichern sich die Besitzer Einkünfte. Holz, das bei Sturmschäden anfällt, lässt sich oft nicht so gut vermarkten wie das Holz aus einem geplanten Einschlag.

Erfreuliches zum Schluss. Die Wermelskirchener lieben ihr Café Wild und haben großes Interesse an dessen (Familien-)Geschichte: Die Karten für den Vorstellungen des Streifens "WILD - Der Film, sechs Generationen Konditorkunst" gingen weg wie die leckeren Wild-Torten und Pralinen.

(pd)