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Wermelskirchen: Hauptwasserrohr angebohrt - Notleitung aktiviert

Wermelskirchen : Hauptwasserrohr angebohrt - Notleitung aktiviert

Wermelskirchen wird derzeit über eine Parallelleitung der Stadtwerke Remscheid mit Trinkwasser versorgt.

Wer den Wasserhahn aufdreht oder die Waschmaschine laufen lässt, bemerkt keinen Unterschied. Aber die ganze Stadt wird derzeit nicht über die normale Wermelskirchener Trinkwasser-Leitung versorgt, sondern über eine Parallelleitung, die von den Stadtwerken Remscheid, dem Versorger der Nachbarstadt, betrieben wird, mit dem unverzichtbaren Nass beliefert. "Das ist eine gegenseitige Notverbindung", sagte Frank Luchtenberg, Leiter der Trinkwasserabteilung beim Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper, auf Nachfrage unserer Redaktion.

Der Grund: Eine Firma führte im Auftrag der Telekom Tiefbauarbeiten durch - unter anderem an der B 51. Dort bohrte sie im Bereich der Beltener Kreuzung versehentlich die Hauptleitung an. "Nicht nur das Schutzrohr, sondern auch die Hauptwasserleitung selbst", beschriebt Luchtenberg den Schaden. Passiert ist die Panne bereits am 12. Dezember. Autofahrer und Passanten mögen beobachtet haben, dass die Straße an dem Tag unter Wasser stand. Das Rohr wurde in Absprache mit der BEW außer Betrieb gesetzt. Aufgrund der Weihnachtspause konnten die Sanierungsarbeiten und auch die Klärung der Versicherungsfragen nach Angaben Luchtenbergs nicht erfolgen.

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Nun aber geht es los. Gestern wurde die Linksabbiegespur in Richtung Berliner Straße bereits kurzzeitig gesperrt. Ab heute soll die Sperrung fortgesetzt werden. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Um das Schutzrohr reparieren zu können, muss die Straße in dem Bereich Beltener Kreuzung aufgebrochen werden. Rund eine Woche werden für die Tiefbauarbeiten einkalkuliert. "Wir werden dann schauen, wie stark die Straße unterspült wurde", sagte Frank Luchtenberg. Sobald das Schutzrohr wieder dicht ist, erfolgt die Reparatur der Wasserleitung. Diese Arbeiten müssen allerdings nicht im Straßenraum vorgenommen werden, sie können vielmehr von der Seite, das heißt, von der Grünflüche aus erfolgen. "Es wird ein neues Rohr durchgeschoben", erklärte Luchtenberg. Bis dies geschehen ist, fließt das Wasser noch über die Parallelleitung.

(RP)